Linux in München: "Mitarbeiter sind verzweifelt"

Linux in München: "Mitarbeiter sind verzweifelt"

17. Februar 2014 - Das Limux-Projekt in München steht in der Kritik. Die Stadt sei mit der Umstellung auf Open Source Software überfordert, die Mitarbeiter seien verzweifelt, so eine Kandidatin für das Amt des Oberbürgermeisters.
(Quelle: Linux)
Die Stadt München kommt wieder einmal mit ihrem Limux-Projekt, in dessen Rahmen Tausende von Rechnern auf Linux umgestellt wurden, in die Schlagzeilen. Wie "Golem" berichtet, hat Sabine Nallinger, Grüne-Kandidatin für das Oberbürgermeisteramt, das Projekt heftig kritisiert. Auf ihrer Facebook-Seite schreibt Nallinger, dass das Anliegen, sich aus der Umklammerung von Microsoft befreien zu wollen, zwar richtig war. Aber die Stadt sei mit dem Projekt überfordert. "Viele Mitarbeiter sind verzweifelt. Software-Anforderungen werden nicht erfüllt oder nur mit unendlicher Verzögerung und voller Fehler", so die Kandidatin.

In einem weiteren Eintrag krebst Nallinger dann zwar ein wenig zurück, und schreibt, dass München es geschafft habe, weltweit Vorreiter auf dem Weg zu einer offenen und unabhängigen digitalen Welt zu sein. Das Problem sei aber, dass zu wenige Städte freie Software nutzen und es deswegen viele Programme nur für nicht-freie Betriebssysteme gibt. "Das Schnittstellenmanagement frisst viel Zeit, Geld und Nerven", so Nallinger. Zwar befürwortet sie den Weg der freien Software auch für die Zukunft, doch man brauche Hilfe von anderen Städten, die ebenfalls auf freie Software setzen, so dass München die "Entwicklungsschmerzen" nicht alleine tragen müsse.

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