CIO-Interview: «Wir haben einen Schritt in die Zukunft gemacht»

CIO-Interview: «Wir haben einen Schritt in die Zukunft gemacht»

1. März 2013 - In den letzten zwei Jahren wurde die IT des TCS einem radikalen Wandel unterzogen. Dennoch sieht Ernest Gmünder, CIO des TCS, noch Ausbaupotential.
Artikel erschienen in IT Magazine 2013/03
Ernest Gmünder, der seit 2010 als CIO des TCS amtet, hat seine Karriere nach der Ausbildung zum Computer Engineer an der ETH Lausanne als Software-Entwickler gestartet. (Quelle: TCS)
Swiss IT Magazine: Im November 2012 wurde zum ersten Mal der Swiss CIO Award vergeben. Sie zählten dabei zu den bestbewerteten Schweizer CIOs. Wie erklären Sie sich diesen Erfolg?
Ernest Gmünder:
Ich empfinde den CIO Award nicht nur als persönlichen Award, sondern allem voran als eine Auszeichnung für das gesamte Team. Denn ohne Team ist der CIO nicht viel wert. Er gibt zwar eine gewisse Vision und damit eine Richtung vor, in die sich die IT entwickeln soll, und übernimmt strategische Aufgaben, doch bewirken kann er alleine nicht viel. Beim TCS ist in den letzten zwei Jahren viel passiert. Zu Beginn meiner Amtszeit habe ich einige Veränderungen am Team vornehmen müssen. Jetzt habe ich aber ein sehr starkes Team, das in einigen grösseren und schnellen Projekten viel bewirken konnte. Wir sind dabei stets pragmatisch, aber trotzdem strukturiert vorgegangen und haben damit bei unseren Partnern und den internen Business Units unsere Glaubwürdigkeit stärken können. Dies ermöglicht uns jetzt eine engere Zusammenarbeit. Dadurch haben wir einen Mehrwert für den gesamten TCS und seine Mitarbeiter sowie für seine Mitglieder erzielen können.
Welche Bedeutung hat eine solche Anerkennung für Sie?
Für mich stellt diese Auszeichnung eine positive Anerkennung unserer Leistung dar, die wir von extern erhalten. Dies bedeutet insofern viel, da es schwierig ist, eine Evaluation oder ein Feedback von Nicht-IT-Spezialisten darüber zu erhalten, was gut läuft und was noch verbesserungsfähig ist. In der IT ist es leider meist so, dass man grundsätzlich nur dann Feedback erhält, wenn etwas nicht so funktioniert, wie es soll. Läuft etwas gut, bleibt es still. So eine positive externe Rückmeldung verleiht einem das Gefühl, sich auf dem richtigen Weg zu befinden.

Sie haben erwähnt, dass beim TCS in den letzten beiden Jahren viel passiert ist. Können Sie darauf etwas näher eingehen?
Es ist kein grosses Geheimnis, dass beim TCS verschiedene interne Prozesse und vor allem auch in der IT gewisse Tools und Systeme etwas veraltet waren. Wir haben in den letzten zwei Jahren diesbezüglich nicht nur aufgeholt, sondern meines Erachtens sogar schon einen Schritt in die Zukunft gemacht oder ihn zumindest vorbereitet. Nehmen wir als Beispiel die Arbeitsplätze unserer Mitarbeiter: Jeder verfügt über einen Laptop und hat zusätzlich die Möglichkeit, mit einem Smartphone oder Tablet zu arbeiten. Des weiteren hat jeder von überall her Zugriff auf seine Applikationen – sei das nun von zu Hause aus oder von unterwegs. Die gesamte Arbeitsweise wurde verändert. Die Mitarbeiter sind jetzt mobil und haben dank dem überarbeiteten Konzept des Home Offices die Möglichkeit, ein bis zwei Tage von zu Hause aus zu arbeiten.
 
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