Was steckt hinter Gewährleistungsrecht - Swico klärt auf

Was steckt hinter Gewährleistungsrecht - Swico klärt auf

(Quelle: iStockphoto)
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14. Januar 2013 - Rund um die seit 1. Januar geltenden neuen Gewährleistungsbestimmungen gibt es noch einiges an Verwirrung. Swico versucht nun, die wesentlichen Unklarheiten zu klären und den Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung zu erklären.
Seit Anfang dieses Jahres gelten in der Schweiz die neuen Gewährleistungsbestimmungen beim Kaufvertrag. Und diese neuen Bestimmungen sorgen zum einen für einige Unsicherheit, zum anderen aber auch für Diskussionen und für Verwirrung – wie beispielsweise eine Medienmitteilung der Schweizer Konsumentenschutz-Organisationen bezüglich Apple und Garantie beweist (Swiss IT Magazine berichtete). Grund genug für Swico, als Vertreter von wichtigen Konsumgüter-Importeuren einige wesentliche Punkte rund um das Thema Gewährleistungsrecht klarzustellen.

Als wichtigsten Punkt hält Swico dabei fest, dass Gewährleistung und Garantie zwei Paar Schuhe sind. Swico erklärt die Begriffe folgendermassen:
• Die Gewährleistung ist eine zwingende gesetzliche Pflicht des Verkäufers, dafür gerade zu stehen, dass seine Produkte beim Kauf einwandfrei sind, selbst wenn dieser Mangel beim Kauf selbst noch nicht sichtbar war.
• Im Gegensatz dazu stellt die Garantie eine vertragliche Zusage des Verkäufers (manchmal aber auch des Herstellers) dar, während einer gewissen Zeit für die Funktionsfähigkeit eines Produkts zu bürgen, soweit es sachgemäss eingesetzt wurde.

Somit sei es also durchaus zulässig, die Garantiefrist bei 12 Monaten zu belassen, auch wenn die zwingende Gewährleistungsfrist 24 Monate beträgt. "Es ist durchaus vorstellbar, dass in gewissen Produkte- oder Preissegmenten eine Einschränkung der Garantie auf 6 oder 12 Monate kommerziell zweckmässig sein kann", schreibt Swico.

Wegbedingung möglich

Ausserdem, so fügt der Verband an, sei es weiterhin möglich, die Gewährleistung wegzubedingen. Dies mache auch Sinn, weil es Situationen geben könne, bei denen beide Seiten eine solche Lösung wünschen – etwa wenn der Preis entsprechend angepasst werde. "Allerdings ist der Konsument davor geschützt, dass ihm solche Wegbedingungen untergejubelt werden. Sie sind nämlich nur dann gültig, wenn der Verkäufer beweisen kann, dass dies so vereinbart wurde und sich der Kunde der Tragweite dieser Abmachung bewusst war."

Weiter erklärt Swico, dass zwischen Unternehmen die Gewährleistungsfrist weiterhin frei gewählt werden darf und somit auch unter 24 Monaten liegen kann. "Den Endkonsumenten braucht dies jedoch nicht zu interessieren: Sein Verkäufer muss ihm die volle Gewährleistungsfrist gewähren, auch wenn er von seinem eigenen Lieferanten weniger als 24 Monate erhält."

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Kommentare

Dienstag, 15. Januar 2013 R. Seiler
Endlich ein Artikel zu "neuen" Gewährleistung, der genau das wiedergibt was stimmt. Noch verständlicher kann man es kaum schreiben. Die Zweifler mögen doch vor dem verfassen von Kommentaren erst Wikipedia kontaktieren. Dort kann man dann lesen, dass es in der EU, im speziellen Deutschland und Österreich genau so ist wie in diesem Artikel beschrieben. Wieso sollte es also bei uns in der Schweiz anders sein?

Dienstag, 15. Januar 2013 F. Rodriguez
Stimmt nicht. Die Gewährleistung umfasst auch Fehler die nach dem Kauf erst auftreten. Die müssen nicht beim Kauf vorhanden sein. Die entsprechende Beschreibung der SWICO ist schon ein Widerspruch in sich und dann müsste man auch nicht die Gewährleistung auf zwei Jahre erweitern. Wie will man nach zwei Jahre bei einem auftretenden Fehler noch beweisen, dass dieser schon vor zwei Jahren vorhanden war??? Für solche Auskünfte ist die SWICO auch nicht kompetent genug. Dafür brauchts schon einen Anwalt oder Richter.

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