CIO-Interview: «Wir wollen am Arbeitsplatz weiter nur zwei Geräte»

CIO-Interview: «Wir wollen am Arbeitsplatz weiter nur zwei Geräte»

4. November 2012 - Ob Tablets oder die Cloud: Daniel Zurlinden, IT-Chef der Fenaco Gruppe, beschäftigt aktuell so einiges. Die grösste Herausforderung ist jedoch die Migration auf ein neues ERP.
Artikel erschienen in IT Magazine 2012/11
Daniel Zurlinden (51) arbeitet bereits seit 30 Jahren in der Fenaco Gruppe. (Quelle: zVg)
Swiss IT Magazine: Herr Zurlinden, wie kommt man als Buchhalter in die IT und wird CIO einer Unternehmensgruppe mit über 8700 Mitarbeitenden?
Daniel Zurlinden:
Ich hatte während meiner ganzen beruflichen Tätigkeit immer mit Zahlen zu tun. Es hat mich ganz einfach gereizt, einmal etwas anderes zu machen und die IT interessierte mich schon immer. Ich habe in der Fenaco Gruppe in den letzten 30 Jahren in verschiedenen Funktionen immer wieder IT-Projekte geleitet und begleitet und verschiedene IT-Lösungen mit eingeführt. Seit zwei Jahren bin ich nun selbst verantwortlich für die IT und Logistik der gesamten Fenaco. Die Möglichkeit, diese Funktion zu übernehmen, war eine interessante Herausforderung und ich denke, ich habe gut Fuss gefasst.

Wie hat sich die IT der Fenaco Gruppe unter Ihrer Leitung bisher entwickelt?
Mein Vorgänger hat viel Zeit investiert, um unsere vorher sehr dezentrale IT zentraler zu organisieren. Unter seiner Führung ist die Fenaco IT von 30 auf rund 100 Mitarbeitende gewachsen. Viele Aufgaben, die anfänglich im Nebenjob in den verschiedenen Unternehmen wahrgenommen wurden, wurden zentralisiert und einige neue Stellen wurden geschaffen. Damit können wir heute alle Bedürfnisse und zentralen Dienstleistungen der Gruppe abdecken. In meinen zwei Jahren lag das Schwergewicht nun auf der Optimierung der internen Prozesse, damit wir optimal aufgestellt sind.
Können Sie ein paar Beispiele für zentrale und dezentrale IT-Dienstleistungen geben?
Zentral sind beispielsweise der gesamte Netzwerkbereich, der Rechenzentrumsbetrieb und die Bürokommunikation. Dazu kommen laufend neue Projekte, die sinnvollerweise übergreifend eingesetzt werden. Ein Beispiel für eine dezentrale IT-Dienstleistung ist die UFA in Herzogenbuchsee, die selbst Programme für ihren Aussendienst entwickelt, mit denen sie Fütterungspläne rechnen können. Da ist es ein grosser Vorteil, wenn die Entwickler gleich vor Ort sind und die Bedürfnisse des Unternehmens erfassen können.

Arbeiten Sie auch mit externen Partnern?
Ja, das tun wir. Wir haben eine strategische Partnerschaft mit der Firma Bison, die ihren Hauptsitz in Sursee hat. Wir arbeiten mit ihr in zwei Bereichen zusammen. So waren wir an der Entwicklung von Bison Process beteiligt. Das neue ERP-System soll später einen Grossteil unserer alten Lösungen ersetzen und wird heute bereits in verschiedenen Tochterunternehmen eingesetzt. Der zweite Bereich betrifft die 240 noch aktiven örtlichen Landi, für die Bison die gesamte Informatik betreut. Dazu gehören Vor-Ort-Support, aber auch die Entwicklung und Betreuung von Individuallösungen. Ebenfalls pflegen wir eine enge Partnerschaft mit Bison IT Services in den Bereichen Hardware- und Lizenzbeschaffung sowie Support. Weitere Dienstleister, die für uns strategisch wichtig sind, haben wir nicht. Jedoch lassen wir zum Beispiel Internetauftritte oder Webshops oft durch Externe realisieren, weil diese Bereiche punkto Ausfallsicherheit nicht den Stellenwert haben, dass wir sie zwingend selbst machen müssen.
 
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