Stimmung in Schweizer ICT nach wie vor gut

Stimmung in Schweizer ICT nach wie vor gut

28. März 2011 - Gemäss dem SWICO ICT Index ist die Stimmung bei den Schweizern ICT- und CE-Anbietern nach wie vor hoch – jedoch erschwert der Personalmangel das Wachstum.
Quelle: SWICO
Mit dem SWICO ICT Index ermittelt der Branchenverband SWICO pro Quartal die Stimmung unter den Schweizer Anbietern von ICT und Consumer Electronics. Im zweiten Quartal 2011 halte sich der Index mit 118,7 Punkten beinahe auf dem hohen Niveau des Vorquartals (119,1). Der Optimismus sei breit abgestützt und erstrecke sich über alle befragten Marktsegmente. Die Wachstumserwartung sei unverändert hoch bei einem Plus von 7,4 Prozent, während die Erwartung an den Auftragseingang seit der letzten Erhebung leicht auf plus 6,5 Prozent gesunken sei. Die Bruttomarge der Unternehmen soll gegenüber der Vorjahresperiode in fast allen Marktsegmenten und im Durchschnitt um 1,9 Prozent steigen. Einzig das Marktsegment Consumer Electronics widersetzt sich diesem Trend und rechnet mit einer im Jahresvergleich reduzierten Rentabilität, so SWICO.

Die CE- und ICT-Branche spüre die derzeit erfreuliche Wirtschaftslage bei ihren Kunden, heisst es weiter. Die Nachfrage habe deutlich zugenommen und wird zusätzlich durch einen Nachhol-Effekt bei den Kunden angekurbelt. Andreas Knöpfli, Präsident des SWICO: "Die Aussichten für die ICT-Branche sind auch im Q2 auf sehr hohem Niveau. Die positive Grundstimmung wird erhärtet durch grosse Kundenprojekte in allen Industriesegmenten sowie Erneuerungsinvestitionen. Im Consumer Segment werden insbesondere Investitionen in Smartphones und Tablets die Geschäfte positiv stimulieren."
Weiter schreibt SWICO, dass sich die Anbieter in der Branche nicht nur auf eine passive Steigerung beschränken möchten, sondern den Markt noch stärker aktiv zu bearbeiten planen.
Der Wert der Sales Pipeline soll im Durchschnitt um 7,3 Prozent gegenüber dem Wert im zweiten Quartal des letzten Jahres zunehmen (Q1 2011: +7,2%). Beim Wert des Auftragseingangs wird eine Steigerung von 6,5 Prozent (+7,6%) und beim Auftragsbestand eine Steigerung von immerhin 5,7 Prozent (+7,1%) erwartet.

Getrübt werden diese positiven Aussichten einzig durch die Tatsache, dass viele Unternehmen im Q2 2011 ihren Personalbestand ausbauen möchten, jedoch die Fachkräfte fehlen. Im Schnitt wollen die Unternehmen das Personal um 3,6 Prozent aufstocken, wobei die Marktsegmente Software, Consulting, IT-Services und IT-Technology zu den Treibern gehören. "Jedoch monieren die Unternehmen, dass dem Ausbau durch den Mangel an qualifiziertem Personal Grenzen gesetzt wird. Folglich kann nicht erstaunen, dass das Fehlen der Fachkräfte als eine der grössten Herausforderungen für die kommenden Monate genannt wird", so der SWICO. Entsprechend soll die Anzahl vakanter Stellen für Fachkräfte zunehmen. Spitzenreiter ist das Segment Software mit einem erwarteten Zuwachs vakanter Stellen um durchschnittlich 6,3 Prozent. (mw)

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