CIO-Interview: «Unsere IT war zu teuer, zu langsam und zu komplex»

CIO-Interview: «Unsere IT war zu teuer, zu langsam und zu komplex»

5. März 2011 - Bei Valora blieb in Sachen IT in den vergangenen drei Jahren praktisch kein Stein auf dem anderen. Markus Guggenbühler erklärt, wie die IT saniert wurde und weiter optimiert wird.
Artikel erschienen in IT Magazine 2011/03
Markus Guggenbühler ist seit April 2008 CIO des Schweizer Handelsunternehmens Valora. Der gebürtige Deutsche, der seit über 20 Jahren in der Schweiz arbeitet, stiess vom Warenhaus Manor, wo er 16 Jahre in verschiedenen Funktionen arbeitete, zum Kiosk-Betreiber. Bei Manor war der 45-jährige, gelernte Datenverarbei-tungskaufmann und diplomierte Betriebswirtschafter zuletzt als Vizedirektor Informatik und als Abteilungsleiter für Supply Chain Systems (SCS) tätig.
Swiss IT Magazine: Herr Guggenbühler, als Sie im April 2008 als CIO zu Valora stiessen, traten Sie ein schwieriges Erbe an, nämlich die IT des Unternehmens zu sanieren, woran Ihr Vorgänger scheiterte. Was haben Sie angetroffen?
Markus Guggenbühler: Sie haben recht, 2008 war die Valora-IT tatsächlich in einer sehr schwierigen Situation. Unsere IT war zu teuer, zu langsam, zu komplex – im Vergleich zur Konkurrenz waren wir IT-mässig zu dieser Zeit noch in der Steinzeit. Wir hatten ein Grossprojekt zur Einführung eines neuen Warenwirtschaftssystems auf Basis von SAP, das schon sehr lange lief und nun endlich abgeschlossen werden sollte, sowie eine sehr heterogene IT-Landschaft, die es zu konsolidieren galt. Ausserdem galt es, ob vieler Strategiewechsel Kontinuität zu schaffen. Es gab also viel zu tun, auf allen Ebenen, und das mit einem gleichzeitig nahezu komplett erneuerten Konzernleitungsteam.

Sie waren 16 Jahre bei Manor, dort war es vergleichsweise sehr ruhig. Wieso haben Sie zu Valora gewechselt?
Nach der langen und guten Zeit bei Manor war es einfach an der Zeit, etwas Neues anzufangen, ich hatte viele grosse, strategische Themen abgearbeitet. Ich wurde angefragt, ob mich die Aufgabe bei Valora reizen würde, und ich habe zugesagt.
Valora ist wie Manor ein Retail-Unternehmen, ein Umfeld, das mir liegt und das mich sehr interessiert. Und es gibt meiner Meinung nach wenige Unternehmen, die ein so grosses Handlungsfeld bieten wie Valora. Wir betreiben ja lange nicht nur Kioske. Ich bin heute noch glücklich über diese Chance und diesen Entscheid.
 
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