WebDraw 1.0: Spezialeditor für SVG-Grafiken

WebDraw 1.0: Spezialeditor für SVG-Grafiken

3. Mai 2002 - WebDraw 1.0 von Jasc ermöglicht die Kreation skalierbarer Vektorgrafiken fürs Internet.
Artikel erschienen in IT Magazine 2002/17

Seit September letzten Jahres trägt das Format für skalierbare Vektorgrafiken (SVG) den Status einer W3C-Empfehlung. Mit SVG sollen die Verwendungsmöglichkeiten von Vektorgrafiken im Web enorm erweitert werden; so können die auf XML basierenden Bilder beispielsweise von Suchmaschinen indiziert und ihre Inhalte weiterverwendet werden.



Bisher hat sich das Format allerdings noch nicht durchsetzen können. Nicht weiter erstaunlich, denn seit der Verabschiedung der Empfehlung unterstützt nicht einmal eine Handvoll Programme die Kreation von Dateien im neuen Format - Adobes Illustrator 9 und 10 sowie Corel Draw 10, die die entsprechenden Output-Filter integriert haben. Für die Anzeige von SVG-Grafiken ist ausserdem auch in den neuesten Browser-Versionen ein Plug-in nötig.



Zumindest auf der Herstellerseite hat sich das Bild nun geändert: Mit WebDraw 1.0 hat die von Paintshop bekannte Softwareschmiede Jasc ein Tool veröffentlicht, das ausschliesslich für die Kreation von skalierbaren Vektorgrafiken ausgelegt ist und deren Verbreitung vorantreiben soll.


Aufgeräumte Oberfläche

Die Standard-Arbeitsoberfläche von Jasc WebDraw besteht aus verschiedenen Bereichen. Den Hauptbereich füllt dabei die Zeichenfläche, daneben finden sich das Eigenschaften-Fenster sowie eine spezielle Palette für das Document Object Model (DOM). Weitere Fenster wie etwa die Zeitleiste für Animationen lassen sich nach Belieben ein- und ausblenden.



Das Hauptfenster mit dem Zeichenbereich bietet dabei - ähnlich wie bei vielen WYSIWYG-HTML-Editoren - über Tabs erreichbare Arbeitsflächen: das eigentliche Zeichenfenster, der Source-Code-Editor sowie die Vorschau, die aus dem SVG-Plug-in von Adobe besteht. Dazu kommen die von Paintshop bekannten Werkzeug-Paletten mitsamt der Properties-Bar für Werkzeug-Eigenschaften.



Praktisch ist dabei insbesondere die DOM-Palette, die den Aufbau des Dokuments mitsamt allen verwendeten Formen, Stilen und ihren Objekteigenschaften grafisch zeigt. Änderungen an den Objekten lassen sich so an zentraler Stelle durchführen: Will man beispielsweise eine Form anpassen, übernehmen alle anderen Objekte mit diesem Umriss die Änderung automatisch.



Die aufgeräumte Arbeitsoberfläche hat sich im Einsatz als sehr angenehm erwiesen. Die verschiedenen Fenster erlauben ein schnelles Wechseln zwischen Zeichenfläche und Source-Code, wobei Änderungen in beiden Bereichen möglich sind und auch sofort gegenseitig übernommen werden.



Die Handarbeit im Source-Code geht recht einfach vonstatten: Änderungen, die in ungültigem Code resultieren würden, werden vom Programm erkannt und in einem Warnfenster gemeldet. Allerdings ist WebDraw in der Zeilenangabe der Fundstelle des Fehlers nicht immer akkurat.Die Validierung beschränkt sich ausserdem auf reinen SVG-Code - Quelltext in anderen Sprachen wie beispielsweise HTML wird ignoriert.



 
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