«Kick-off» für neue Mitarbeitende

«Kick-off» für neue Mitarbeitende

13. Oktober 2006 - Swisscom Solutions nutzt ein E-Learningsystem, um neue Mitarbeiter schnell und nachhaltig ins Unternehmen einzuführen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2006/18

Was kann eine Firma tun, damit neue Mitarbeitende bereits ab ihrem ersten Arbeitstag in die bestehende Belegschaft integriert werden, möglichst viel über die Firma und ihre Ziele lernen, dafür nicht allzu viele Ressourcen besetzen und sich gleichzeitig auch noch wohl fühlen?
Was in kleinen Betrieben meist kaum ein Problem ist, kann in grösseren Unternehmen wie Swisscom Solutions durchaus einigen Aufwand machen. Noch bis vor kurzem wurden hier neue Mitarbeitende in einem regelmässig durchgeführten «Welcome Day» ins Unternehmen eingeführt, wie Iris Bühlmann, Training Consultant Human Resources, Development & Training bei Swisscom Solutions, ausführt. Dabei wurden beispielsweise das Organigramm der Firma oder die einzelnen Divisionen und deren Aufgaben erklärt, Ansprechpartner vorgestellt und auch profanere Dinge wie etwa der Weg zu Spesen- und anderen Formularen eingeführt. Angereichert wurde dieses eintägige Präsenz-Seminar durch Referate von Mitgliedern der Geschäftsleitung – alles in allem eine recht schwerfällige und didaktisch eher suboptimale Angelegenheit, wie Bühlmann erklärt. Ein modernerer Ansatz nach aktuellen lerntechnischen Grundsätzen wurde notwendig.


Lösung E-Learning

Es liegt auf der Hand, dass in einer Technologie-Firma wie Swisscom Solutions eine computerbasierte Lösung im Vordergrund stand – insbesondere auch, da man mit
E-Learning bereits in anderen Projekten gute Erfahrungen gemacht hatte. Vor rund drei Jahren wurde deshalb mit der Evaluation möglicher Lösungen begonnen und ein Wettbewerb ausgeschrieben, den die Balsthaler Steag & Partner AG mit ihrer Webplattform «e-tutor» für sich zu entscheiden vermochte.
Für die Steag sprach dabei sicher auch, dass e-tutor-Lösungen bei Swisscom Solutions bereits im Einsatz waren. Das neue Projekt «My First Day» konnte so einfach zusätzlich zu den bestehenden Lösungen aufgeschaltet werden. Dennoch verging laut Bühlmann noch einige Zeit, bis «My First Day» in den produktiven Betrieb ging: Insbesondere die Bereitstellung der Inhalte verursachte dabei einigen Aufwand, während die eigentliche Implementation auch dank der bei den früheren Projekten gemachten Erfahrungen schnell vor sich ging.




Bei «My First Day» wird der neue Angestellte zunächst auf einen sogenannten Lernpfad geleitet. Dabei handelt es sich um einen groben Überblick über die Kursinhalte mitsamt Anzeige, welche Sequenzen bereits bearbeitet wurden und welche Reihenfolge ungefähr einzuhalten ist. Vom Lernpfad geht’s über Links zu den eigentlichen Lehrmitteln weiter. Diese haben Steag und Swisscom Solutions bei «My First Day» in Form eines stilisierten Bürogebäudes realisiert – über den Lift kommt der Lernende in die verschiedenen Stockwerke mit den Inhalten. Dabei kann es sich um simple Textdokumente, aber auch um Bilder, Animationen oder sogar um interaktive Spiele handeln – so werden etwa die wichtigen Telefonnummern in Form eines Memory-Spiels präsentiert. Die Reihenfolge, in der die Inhalte bearbeitet werden, spielt dabei keine Rolle, eine Controlling-Funktion protokolliert aber im Hintergrund, welche Stockwerke bereits besucht wurden. Auf dem Lernpfad kommt nur weiter, wer alle Inhalte einer Lektion bearbeitet hat.
Am Schluss des Lernpfads erwartet den Lernenden eine Selbstkontrolle, ein kurzer Abschlusstest, mit dem er über Multiple-Choice- und Dialogfragen selber herausfinden kann, wie fit er in Sachen Unternehmenskunde bereits ist und wo noch Defizite vorhanden sind.

 
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