Microsofts Speichervorstoss


Artikel erschienen in Swiss IT Magazine 2003/16

     

Microsofts Vorstoss in alle möglichen Applikationsfelder geht weiter. Jetzt will der Softwaremulti mit dem Windows Storage Server 2003 auch beim Network Attached Storage (NAS) aus dem Low-end-Bereich ausbrechen. Mit Dell, HP, Fujitsu, Veritas und EMC sind bereits potente Verbündete gefunden.



Der Storage Server 2003 ist Nachfolger des Windows Powered NAS, mit dem die 2002 gegründete Speicher-Einheit der Redmonder bis jetzt 41 Prozent des NAS-Marktes erobert hat, allerdings praktisch ausschliesslich im Low-end. Mit dem Server 2003, der unter anderem Volume Shadow Copy (VSS), Acht-Knoten-Clustering, Multipath-I/O und iSCSI (SCSI over IP) versteht und bis auf 40 Terabytes skaliert, will Microsoft jetzt in anspruchsvollere Gefilde vordringen.




Die Chancen, dass Microsoft dies gelingt, stehen gut. Mit HP, EMC und Veritas haben sich drei Speicherschwergewichte entschlossen, künftig ihre Hard- und Software um den Server herumzubauen. HP lanciert mit dem StorageWorks 2000s ein Storage-Server-taugliches Produkt. Es soll maximal 24 TB Filedaten fassen. Die auf Software für die Speicherverwaltung spezialisierte Veritas plant den Storage Replicator für das Microsoft-Produkt fit zu machen. Dieser ermöglicht die Kopie von Windows-basierten Daten von fernen Abteilungen in die Zentrale.



EMC erhofft sich von der Partnerschaft mehr Anteile im Low-End-Markt. Ein riskantes Spiel, denn Microsofts Vorstoss in die rentierenderen, oberen Gefilde von NAS wird früher oder später auch EMCs Cellera-Plattform konkurrieren. "Mein Ziel ist, dass die Leute im NAS-Bereich genauso selbstverständlich Microsoft kaufen, wie bei den Betriebssystemen", lässt sich der Speicher-Verantwortliche des Softwareriesen, Bob Muglia, zitieren.




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