BEA wird heftig umworben

Oracle schickt sich zu einer weiteren Milliardenübernahme an und will BEA Systems schlucken, die sich aber ziert. SAP ist nicht interessiert.

Artikel erschienen in Swiss IT Magazine 2007/19

     

Die Gerüchte aus dem Sommer bewahrheiten sich: Nach Siebel, Peoplesoft und Hyperion schickt sich Oracle zu einer weiteren Milliardenübernahme an. Ziel ist dieses Mal der Middleware-Hersteller BEA Systems, der für
6,7 Milliarden Dollar unter den Rock von Oracle schlüpfen soll. Und auch dieses Mal kündigt sich wie bei Peoplesoft eine längere Übernahmeschlacht an: Denn der Verwaltungsrat von BEA hat das Angebot umgehend als unzureichend abgewiesen, obwohl es
25 Prozent über dem Börsenwert des Unternehmens lag und mit Charles Icahn ein Investor bereits auf den Verkauf drängt.




Oracle ist jedenfalls vorerst nicht bereit, mehr zu bezahlen und hat BEA ein Ultimatum gesetzt. So soll das Oracle-Angebot am 28. Oktober um 17 Uhr auslaufen.
Gleichzeitig mehren sich die Spekulationen, dass noch andere Firmen an BEA interessiert sein könnten. Hoch gehandelt wird bei Analysten vor allem Hewlett Packard, da das Unternehmen noch über keine Middleware verfügt und BEA somit eine ideale Ergänzung wäre. HP könnte sich damit als eine weitere Kraft neben Oracle und IBM positionieren, zumal bereits eine enge Partnerschaft zwischen HP und BEA besteht. SAP, die von den Analysten ebenfalls als Interessentin ins Spiel gebracht wurde, winkt dagegen ab, da sich die Produktportfolios von SAP und BEA stark überschneiden würden.


Wer kauft Cognos?

Nachdem SAP Business Objects gekauft hat, kommt der Business-Intelligence-Markt nicht zur Ruhe. Denn nun wird über eine Übernahme von Cognos spekuliert, die von Cognos sogar noch selber angeheizt wird. In der Pole Position für eine Übernahme ist laut Analysten IBM. Ebenfalls in Frage kommt aber auch Oracle, um das mit Hyperion erworbene Know-how zu ergänzen.




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