Outsourcing-Deal von Tamedia wankt

Outsourcing-Deal von Tamedia wankt

27. August 2004 - T-Systems k0nnte sich den Deal bislang nicht sichern.
Artikel erschienen in IT Magazine 2004/15

Der von T-Systems Schweiz angekündigte Outsourcing-Deal mit Tamedia ist ins Wanken geraten. Im Mai erklärte die Tochter der deutschen Telekom noch, dass die Vertragsunterzeichnung unmittelbar bevorstehe, doch daraus wurde bislang nichts: Tamedia verhandelt inzwischen wieder mit Swisscom IT Services, die bei der ersten Ausschreibung als zweiter Anbieter nach Ansicht von Tamedia eine gute Offerte abgegeben hat. Dies, da sich bei der Prüfung der
T-Systems-Offerte gezeigt habe, dass die
finanziellen Aspekte, wie sie anfänglich formuliert wurden, bei Einbezug der
Tamedia-Töchter nicht realistisch waren, so Tamedia.





Darum wird nun mit der Swisscom verhandelt, genauere Details wollte aber niemand verraten. Es ist einzig klar, dass im September nach Prüfung der Offerte der Swisscom IT Services eine Entscheidung gefällt werden soll. Wie die aussehen wird, weiss noch niemand, zumal sich Tamedia offenbar noch eine Hintertür offen lässt, um im Fall der Fälle das Outsouring-Vorhaben noch zu kippen.





Bei der ersten Ausschreibungsrunde waren T-Systems, Swisscom IT Services sowie EDS beteiligt. Den Ausschlag für T-Systems soll laut Insidern eine Arbeitsplatzgarantie gegeben haben, bei der die IT-Belegschaft von Tamedia auch in Zukunft für die Tamedia-Infrastruktur zuständig gewesen wäre und erst nach einigen Jahren auch für andere Aufgaben hätte eingesetzt werden können. Wie dadurch allerdings die Kosteneinsparungs- und Skaleneffekte hätten erreicht werden sollen, ist unklar.


Tamedia verstärkt Online

Tamedia konnte im kürzlich veröffentlichten Jahresbericht erstmals wieder schwarze Zahlen vermelden. Der Gewinn lag bei 18 Millionen Franken im Vergleich zu einem Verlust von 3,8 Millionen Franken im Vorjahr. Dies führt Tamedia vor allem auf die Restrukturierungen zurück. Während sich die Resultate der Print-Publikationen weiter verschlechterten, legten die elektronischen Medien dagegen zu. So stieg der Umsatz bei den Online-Aktivitäten um 71
Prozent auf 4,3 Millionen Franken.

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