Swisscom droht Busse


Artikel erschienen in Swiss IT Magazine 2006/08

     

Nach jahrelangen Voruntersuchungen ist die Wettbewerbskommission WEKO zu Potte gekommen und hat eine millionenschwere Busse gegenüber der Swisscom verhängt. Swisscom Mobile soll nun wegen angeblich missbräuchlicher Mobilfunkgebühren, die bei der Weiterleitung von Telefonaten in ihr Netz anfallen (sogenannte Terminierungsgebühren) 489 Millionen Franken Strafe zahlen. Dabei handelt es sich aber erst um eine Teilverfügung für den Zeitraum vom 1. April 2004 bis 31. Mai 2005, da Swisscom Mobile am 1. Juni 2005 die Terminierungsgebühren gesenkt hat. Die Untersuchung für die Zeit nach dem 1. Juni 2005 soll weitergeführt werden. Die Untersuchung wurde 2002 eröffnet. Beleuchtet wurde dabei auch das Verhalten von Orange und Sunrise. Dabei hätten zwar alle drei Anbieter ein Monopol auf eingehende Verbindungen in ihrem Mobilfunknetz, aber nur Swisscom Mobile habe durch zu hohe Terminierungsgebühren seine marktbeherrschende Stellung missbraucht. Swisscom hat Rechtsmittel angekündigt. Nicht nur wegen der Rekordbusse, sondern auch wegen der Diskussion um den Verkauf der Swisscom fürchtet Swisscom-Chef Carsten Schloter gemäss «Handelszeitung», die aus einem internen Chat zitiert, einen Imageverlust für das Unternehmen — gleichgültig, ob Swisscom nun privatisiert werde oder nicht. Dabei spielt er vor allem auf das erwartete jahrelange politische Hickhack an.




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