RFID bringt Milliarden

7. April 2006

     

Eine bessere Abstimmung der Prozesse von Schweizer Herstellern und Händlern könnte diesen bares Geld bringen. Zu diesem Schluss kommt eine vom Verband GS1 Schweiz in Auftrag gegebene Studie. Im Rahmen dieser Unter­suchung wurden sämtliche Stufen der Supply Chain zu ihrem Einsatz von Datenaustausch- und Kommunikationsstandards wie EAN (Europäische Artikel-Nummerierung) befragt und Antworten von 320 Unternehmen ausgewertet. Das «versteckte» Geld haben die Studienverfasser vor allem im Einsatz von RFID ausgemacht. So haben sie dank des Einsatzes der funkenden Etiketten ein mögliches Einsparungspotential von 0,5 Prozent und mögliche Umsatzsteigerungen von 1,5 Prozent errechnet. In Franken und Rappen ausgedrückt, prognostiziert Accenture eine Effizienzsteigerung von rund 6 Milliarden Schweizer Franken. Besonders hoch sind die Erwartungen bezüglich RFID bei Herstellern und Logistik-Unternehmen. Wenig überraschend sehen Händler weniger Potential beim Einsatz von RFID.
Trotzdem ist für die befragten Unternehmen RFID noch eine Zukunftsvision. So hat erst rund die Hälfte der Unternehmen überhaupt Kontakt mit dem Thema, bei einem Viertel laufen Pilotversuche. Damit liegt die Schweiz klar hinter Ländern wie Deutschland, Frankreich, Italien oder Spanien zurück.




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