Internationale Funkausstellung im Zeichen von HDTV

Neben High-Definition-TV stand die totale Digitalisierung der Entertainment-Elektronik im Mittelpunkt der IFA.

Artikel erschienen in Swiss IT Magazine 2005/16

     

Die internationale Funkausstellung in Berlin (IFA) erzielte dieses Jahr mit 15 Prozent Ausstellerzuwachs eine Rekordbeteiligung. Neben Klassikern wie Boxen und
Hi-Fi-Anlagen standen High-Definition-TV (HDTV) und die totale
Digitalisierung der Entertainment-Elektronik im Zentrum.


Das HD-Zeitalter ist eingeläutet

HD-fähige LCD- und Plasmafernseher gab es denn auch in überschwenglicher Fülle zu sehen. Das Programmangebot ist dagegen noch mager – erst wenige Sender beginnen allmählich mit HDTV-Ausstrahlungen. Dies soll sich schon nächstes Jahr ändern: Der Fifa-Worldcup 2006 ist für die TV-Industrie ein höchst willkommener Katalysator. Man hofft, dass viele Konsumenten Geräte der neuen Generation kaufen. Beim Schweizer Fernsehen soll es hingegen erst 2010 soweit sein.
Auch HD-fähige DVD-Geräte wurden bei Toshiba (HD DVD), Panasonic (Blu Ray) und Partnern prominent propagiert. Sie werden allerdings zu anfangs hohen Preisen auf den Markt kommen und sind noch bedeutend grösser als herkömmliche DVD-Recorder.


Entertainment total digital

Die Konvergenz von UE- und PC-Industrie zeigte sich zahlreich in Form von Produkten wie portablen Multimediaplayern oder Stereoanlagen mit drahtlosem MP3-Streaming. Ganz besonders nahm sich Intel der Thematik an: Der Chip-Riese gab
auf über 900 Quadratmetern einen Einblick ins künftige «Digital Home», das mit der Lancierung der Viiv-Plattform durch herstellerübergreifende Vernetzung von Entertainment-Geräten Realität werden soll: «Bereits zum Start Anfang 2006 wird es sehr viele
Viiv-konforme Geräte und Services geben», meint der zuständige Intel-Manager Don MacDonald.


Drei interessante IFA-Neuheiten

Als einer der ersten UE-Hersteller zeigte Philips einen Media-Center-PC: Der Showline MCP 9350i wurde zusammen mit Intel entwickelt, sieht aus wie ein DVD-Recorder, basiert auf der Media-Center-Edition von Windows XP und kommt zu Weihnachten für rund 1500 Euro auf den Markt.

Der klitzekleine LED-Projektor von Toshiba arbeitet mit LED statt Metalldampflampe, verbraucht wenig Energie und benötigt keinen lautstarken Ventilator. Lieferbar ab Ende Jahr, Preis rund 1000 Euro.



Der SDR-S100 von Panasonic ist der erste bandlose Camcorder mit drei CCD-Sensoren. Gegen Verwackelung ist er zudem mit einem optischen Bildstabilisator ausgestattet. Das Gerät kommt mit
2-GB-Speicherkarte und kostet 2004 Franken.

(ubi)


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