Vorteile des Unified Data Center

Vorteile des Unified Data Center

29. August 2008 -
Artikel erschienen in IT Magazine 2008/15

Um diese Anforderungen zu erfüllen, müssen die Rechenzentren existierende Ressourcen besser nutzen, beweglicher werden und schnell agieren. Die besonderen Herausforderungen dabei liegen etwa in der Reduktion des Strom- und Kühlbedarfs, um Kosten zu senken und «grünen» Geschäftspraktiken zu entsprechen, oder in der Bereitstellung von Daten und Ressourcen in Echtzeit, um so Flexibilität und die Ausrichtung an aktuelle und kommende Geschäftsanforderungen zu bieten. Damit sie diesen Herausforderungen erfolgreich begegnen können, müssen Organisa­tionen eine einzelne, Netzwerk-basierte Data-Center-Infrastruktur aufbauen, die den traditionellen Server-, Storage- und Netzwerkbetrieb zusammenführt und aufkommende Geschäftsanwendungen effizienter unterstützt.


SAN und LAN: Traditionell versus konvergiert


Kleine Änderungen - grosse Auswirkungen

Momentan liegt der Fokus auf der Serverumgebung und dem Server Access Layer des Netzwerks. Auf Grund der Grösse der Serverumgebung mit Hunderten oder sogar Tausenden von Servern können kleine Änderungen enorme Auswirkungen haben. Multi-Core-Computing und Virtualisierungstechnologien verändern die Data-Center-Landschaft rasant und fordern verstärkt Switching mit hoher Bandbreite und niedriger Latenz. Rackmount- und Blade-Server mit zunehmender Dichte, auf denen mehrere virtualisierte Umgebungen laufen, stellen immer höhere Strom- und Kühlungsanforderungen an die Architektur von Rechenzentren. Virtualisierung ermöglicht höhere Nutzungsniveaus.

Mit dieser stärkeren Ausnutzung einhergeht eine höhere Nachfrage nach 10-Gigabit-Ethernet, Fibre-Channel und Server-Clustering-Vernetzung zu jedem Server und Blade. Glücklicherweise haben bereits bescheidene Verbesserungen bei der Total Cost of Ownership, der Energieeffizienz und der Komplexität erhebliche kumulative Auswirkungen auf das Data Center.


IT-Abteilungen haben es in der Serverumgebung mit einer Reihe von ganz spezifischen Herausforderungen zu tun. Die Ausstattung jedes Server- und Blade-Server-Chassis mit einem Paar redundanter Adapter für spezifische Netzwerke wie LANs und SANs (Storage Area Networks) und für Netzwerke für Backup, Management und Virtual Machine Mobility steigert beispielsweise sowohl die Kosten als auch die Komplexität: Als direkte Kosten fallen etwa die Aufwendungen für Schnittstellen und Kabel an. Indirekte Kosten ergeben sich aus den zusätzlichen Schnittstellen, die die Umstellung auf grossen Server-Formfaktor erzwingen und Upstream Switch Ports belegen. Zusätzliche Infrastruktur steigert die Strom- und Kühllast, und zusätzliche Komplexität macht Geschäftskontinuität und Disaster-Recovery-Strategien noch komplexer.


Servervirtualisierung zeichnet sich als signifikanter Trend ab, um Kosten und Komplexität von heutigen Server-Infrastrukturen zu bewältigen. Während sie ihr Ziel effektiv verfolgt, kann Server-Virtualisierung allerdings auch eine gewisse Belastung für die Netzwerkinfrastruktur darstellen, und zwar durch höhere Komplexität der Topologie und stärkere Bandbreitenausnutzung. Ausserdem tendieren gewisse taktische und proprietäre Herangehensweisen an die Abgrenzung von Server und Netzwerk dazu, «Best Practices» in den Bereichen Design, Betrieb und Management zu untergraben.

 
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Anti-Spam-Frage Wieviele Fliegen erledigte das tapfere Schneiderlein auf einen Streich?
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