Das bringt Speichervirtualisierung

Das bringt Speichervirtualisierung

29. August 2008 -
Artikel erschienen in IT Magazine 2008/15

Wild wuchernde IT-Landschaften, proprietäre Systeme, unübersichtliche Dokumentationen. Was auf dem Papier wie eine Übertreibung aussieht, ist in vielen Unternehmen der ganz normale Wahnsinn. Und wo unterschiedliche Rechner, Betriebssysteme und Netzwerkgeräte den Administratoren schon genug Kopfzerbrechen bereiten, stöhnen sie erst so richtig, wenn es auch bei der wichtigsten Komponente undurchsichtig wird, nämlich beim Speicher und den darauf liegenden Daten. Mit einer durchdachten Speichervirtualisierung hätten es Administratoren leichter, denn sie senkt den Verwaltungsaufwand und erleichtert den Überblick. Speichervirtualisierung lässt sich an verschiedenen Stellen umsetzen: auf den Servern, die mit den Speichermedien kommunizieren, auf dem Speichermedium selbst oder im Netz.


Speichervirtualisierung auf dem Server

Diese Art der Virtualisierung ist seit Jahren erprobt und läuft meist über einen sogenannten Volume Manager, der im Betriebssystem des Servers sitzt. Er kann mehrere Festplatten zu einem logischen Volume zusammenfassen. Die an den Server angeschlossenen Festplatten sind für den Anwender nicht sichtbar; der Volume Manager lässt den von ihm virtualisierten Speicherplatz als ein Speichermedium erscheinen. Die Grösse des virtuellen Speichers lässt sich jederzeit ändern, wodurch der Administrator schnell auf veränderte Speicheranforderungen reagieren kann. Der Speicher lässt sich auch in mehrere kleinere logische Volumes aufteilen

Je nach Hersteller unterstützen Volume Manager auch RAID und ermöglichen Snapshots. In einer homogenen Serverlandschaft lassen sich mehrere Server durch ein sogenanntes Shared-Disk-Dateisystem miteinander verbinden. So lässt sich die Virtualisierung auf mehrere Maschinen ausdehnen und über eine zentrale Management-Konsole bedienen. Es lässt sich aber nicht jeder Server mit jedem Speichermedium verbinden, weil viele Systeme inkompatibel zueinander sind. So arbeiten die Treiber eines Servers oft nur mit bestimmten Speichersystemen zusammen. Es kann passieren, dass ein Speichermedium noch Platz hätte – aber der Server, von dem diese Daten kommen, kann nicht mit diesem Speichermedium «sprechen».

 
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