Servervirtualisierung auf höchstem Niveau

Servervirtualisierung auf höchstem Niveau

27. Oktober 2006 - Mit der Virtual Infrastructure 3 bringt VMware eine Server-wohngemeinschaft für Fortgeschrittene.
Artikel erschienen in IT Magazine 2006/19

Mit der aktuellen dritten Version der Virtualisierungsplattform Virtual Infrastructure 3 verschiebt Hersteller VMware die Messlatte für den Mitbewerb ein weiteres Stück nach oben. Zahlreiche neue Funktionen und eine überarbeitete Benutzeroberfläche ermöglichen dabei grössere und einfacher zu bedienende virtuelle Welten.
In vielen Unternehmen haben Virtualisierungslösungen von VMware oder anderen Anbietern mittlerweile Einzug ins Rechenzentrum gehalten. Während die meisten dieser Lösungen jedoch ein Host-Betriebssystem in Form eines Windows- oder Linux-Rechners erfordern, kommt die Enterprise-Lösung ESX Server 3.0.1 von VMware ohne eine solches Host-Betriebssystem aus und wird direkt auf der bereitgestellten Hardware installiert. Der ESX-Server bildet zusammen mit dem Management-Tool Virtual Center 2.0.1 die Basis für VMware Virtual Infrastructure 3. Im Gegensatz zu früher sind die beiden Produkte nicht mehr separat erhältlich, sondern werden nur noch zusammen verkauft.


Server verschmelzen zu Ressourcen-Pools

Der ESX-Server verfügt über einen eigenen Kernel, der die virtuellen Maschinen steuert. Mit Hilfe dieses Kernels schafft es der Hersteller, eine symmetrische Multiprozessor-Umgebung (Virtual SMP) mit bis zu vier CPUs je virtueller Maschine zu realisieren. Bei Bedarf kann der Systemverwalter regeln, wie viele der physikalischen Speicher- und CPU-Ressourcen eine virtuelle Maschine in Anspruch nehmen darf, und so dafür sorgen, dass diese auch bei einer hohen Gesamtauslastung des physikalischen Systems stets genügend Speicher und Prozessorleistung zur Verfügung hat. Dazu organisiert der ESX-Server alle Ressourcen in einem Pool, aus dem sich die verschiedenen virtuellen Maschinen bedienen können. Stehen mehrere ESX-Server zur Verfügung, kann dieser Ressourcenpool systemübergreifend aufgebaut werden. Sind beispielsweise vier Server mit je zwei 3-GHz-Prozessoren und je acht GByte Hauptspeicher verfügbar, so könnte der Systemverwalter über das neu hinzugekommene Dynamic Resouce Scheduling (DRS) einen Pool mit insgesamt 24 GHz CPU-Leistung und 32 GByte RAM aufbauen.

 
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