Licht und Klang vereint

Gadget - Ikea Symfonisk

Licht und Klang vereint

Artikel erschienen in IT Magazine 2019/09
Seite 2
Abgesehen davon handelt es sich aber im Grunde genommen um einen normalen Sonos-Lautsprecher. Inklusive Integration von Spotify, Apple Music und rund 80 weiteren Streaming-Diensten sowie Airplay-2-Unterstützung für die direkte Wiedergabe von einem iOS-Gerät. Wäre da nicht der obere Teil. Hier lässt sich nach dem Auspacken eine (im Lieferumfang enthaltene) E14-Glühbirne anbringen, darüber kommt die Abdeckung und fertig ist der Tisch-Lampen-Lautsprecher. Etwas schade: Obwohl es wie ein Dimmer aussieht, schaltet der Lichtschalter an der Seite die Lampe nur ein und aus. Und leider gibt es auch keine intelligente Konnektivität: Wer sowohl die Beleuchtung als auch die Musik fernbedienen möchten, benötigt entweder eine intelligente Glühbirne eines Dritt­anbieters oder verwendet Ikeas eigene Tradfri-­LED-Lampen.

Mit dem Ikea-Tradfri-System können zudem auch Szenen erstellt werden. Das Sonos-Element der Szenenerstellung ist derweil aber noch nicht verfügbar, soll aber in Kürze ebenfalls bereitstehen. Mit dieser Szenenfunktion können Nutzer, die mit Tradfri Smart Lights und/oder den smarten Rollos (die in der Schweiz aber noch nicht verfügbar sind) ausgestattet sind, beispielsweise eine Morgenszene planen, die ­automatisch mit der Aufhellung der Tradfri Smart Lights beginnt oder Tradfri-Roll­storen anhebt und die Musik einschaltet.

Sonos liefert beim Sound

Die Symfonisk-Tischleuchte verfügt grundsätzlich über die gleiche Soundarchitektur wie die Lautsprecher Play:1 und Sonos One. Diese wurde aber für die Lampe leicht überarbeitet und angepasst. Das zeigt sich denn auch am Klang, der bei passender Musik sofort die Nackenhaare aufrichten lässt.

Das ist sicher insbesondere dem tollen Tonumfang, der sehr dynamischen Lautstärkeregulierung und dem druckvollen Bass zu verdanken. Doch auch die Höhen sind nicht zu verachten. Wie bei den meisten Sonos-Lautsprechern liegt der Schwerpunkt standardmässig – zumindest für des Testers subjektiven Geschmack – etwas zu sehr auf dem Bass. Das lässt sich zum Glück aber über die Sonos-App je nach Vorliebe bis ins kleinste Detail anpassen.

Zudem besteht auch die Möglichkeit, den Sound der Umgebung, also dem Raum, anzupassen, wobei der Raum mit Hilfe der Sonos-App gescannt wird. Diese Funktion nennt Sonos Trueplay und ist bereits von anderen Sonos-­Speakern bekannt. Leider ist das aber nur mit iPhones möglich, bei Android-Geräten sucht man vergeblich nach dem Feature. Was das genau bringt, ist allerdings schwierig zu sagen und es braucht gut geschulte Ohren, um einen Unterschied beim Klang auszumachen. Was sich aber eindeutig damit verhindern lässt, sind ungewollte Verzerrungen des Klangs.

Das Soundprofil der Symfonisk-­Lampe ist aber auch ohne Trueplay ausgewogen und stimmig. HiFi-­affine Konsumenten werden aber wohl trotzdem nicht darum herumkommen, mindestens einen zweiten Sonos-Lautsprecher zum System hinzuzufügen, um so zumindest Stereo-­Klang zu erhalten. Verglichen mit den anderen Einsteiger-­Lautsprechern von Sonos, dem Sonos One und dem Sonos Play:1, unterscheidet sich der Symfonisk-­Speaker im Sound aber nicht wesentlich. Zieht man in Betracht, dass die Ikea-Tischleuchte nur rund 10 Franken mehr als ein Sonos Play:1 kostet und dabei noch als Lampe fungiert, besteht ein ziemlich gutes Kaufargument.
Vorherige Seite  
Seite 2 von 3
Nächste Seite

Neuen Kommentar erfassen

Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.
Anti-Spam-Frage Wieviele Zwerge traf Schneewittchen im Wald?
Antwort
Name
E-Mail
NEWSLETTER ABONNIEREN
Abonnieren Sie unseren täglichen Newsletter mit den wichtigsten ICT-Meldungen
SWISS IT MAGAZINE - AUSGABE 2019/10
Schwerpunkt: Application Management Services
• Application Management 2019
• Auch bei KMU spricht alles für die Cloud
• Containerlösungen - die Symphonie für die ­Unternehmens-IT
• Mobile Apps: Trends und Vorgehensweisen
• Innovationstreiber Application Management
Zum Inhaltsverzeichnis
SPONSOREN & PARTNER