CIO-Interview: "Das Netzwerk ist das Herz der ­Digitalisierung"

CIO-Interview: "Das Netzwerk ist das Herz der ­Digitalisierung"

Artikel erschienen in IT Magazine 2018/06
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Wann soll der Smart Workplace für den Rest der Belegschaft verfügbar werden?
Geplant ist, dass ab September die Schweiz und Deutschland ausgerollt werden. Dann folgen die weiteren Länder, je nachdem wie es um die lokalen Gegebenheiten und auch die Verfügbarkeit der Microsoft-Lösungen steht.

Geben Sie vor, welche Geräte die Mitarbeiter für ihren Smart Workplace nutzen dürfen, oder können die Mitarbeiter selbst wählen?
Im Moment ist die Auswahl auf diejenigen Geräte beschränkt, die mit Autopilot zusammenspielen. Unsere Idee ist, dass wir pro Land mit einem Lieferanten arbeiten, der mit uns das Device Enrollment macht. Zusammen mit diesem Lieferanten werden wir den Mitarbeitern einen Katalog an Geräten zur Auswahl geben.

Allerdings setzt Ihre Vi­sion mit dem automatischen Onboarding der Mitarbeiter schon eine recht hohe Standardisierung voraus, oder nicht?
Nicht unbedingt. Die einzige Standardisierung, wenn Sie so wollen, ist Windows 10 zusammen mit Autopilot. Darüber hinaus ist man eigentlich frei in der Wahl der Geräte. Weidplas unterhält Werke in der Schweiz, Deutschland, den USA und Brasilien und zusätzlich Büros in Frankreich, Spanien, China und Südafrika. In diesen Ländern dürfen die Geräte lokal eingekauft werden, und wenn sich die Mitarbeiter künftig mit Intune einloggen, wird das Gerät automatisch zum Weidplas-­Gerät.
Im Applikationsbereich setzen Sie mit Office 365 auf eine Cloud-Lösung, das ERP-System kommt von SAP. Wie steht es um ihre übrigen Applikationen? Arbeiten Sie mit Standardsoftware?
Wir betreiben seit rund sechzehn Jahren bereits ein Manufacturing Execution System (MES), bekommen also Daten von unseren Maschinen, mit denen wir in SAP arbeiten können. Das würde man heute wohl als Industrie 4.0 bezeichnen. Neu im Einsatz haben wir ein PLM-System (Product Lifecycle Management), dabei setzen wir auf die Lösung Windchill, und wir nutzen Qlikview als Dashboard-Software. Das ist alles Standardsoftware.

Und wie einfach ist diese Software in Ihr Smart-Workplace-Konzept zu integrieren?
Das wesentliche Problem, dass sich stellt, ist die Erreichbarkeit der Applikationsserver. Office 365 ist in der Cloud und somit von jedem Gerät aus immer erreichbar. Auch Qlikview werden wir nach Azure in die Cloud migrieren. Mit SAP wird es wie bereits erwähnt schon etwas schwieriger, ein ausgereiftes SAP-ERP in der Cloud fehlt, also muss ich mit lokalen Ressourcen arbeiten, genauso wie beim MES. Darum ist eine Lösung, wie wir sie mit Zscaler anstreben nötig, um remote auf die Application-Server, die in unserem Fall bei Swisscom stehen, zu gelangen.
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