Home Office: Ein grosser Produktivitäts-Booster

Home Office: Ein grosser Produktivitäts-Booster

27. Februar 2021 - Die Arbeit in den eigenen vier Wänden bewegt die Arbeitswelt so stark wie kaum ein anderes Thema. Auch nach Corona werden viele von uns zumindest einen Teil von zuhause arbeiten. Wie beeinflussen diese Veränderungen unsere Produktivität?
Artikel erschienen in IT Magazine 2021/03
Das letzte Jahr hat auf eindrückliche Art und Weise gezeigt, dass viel mehr Arbeitnehmende ausserhalb ihres Büros arbeiten können, als bisher angenommen. Die Frage ist: Was macht diese Verlagerung ins Home Office mit unserer Arbeit? Eine Umfrage von Xing hat ergeben, dass die Arbeit zuhause zahlreiche positive Effekte hat, aber auch Herausforderungen mit sich bringt.

Die Mehrheit arbeitet zuhause produktiver

Laut einer Umfrage unter Xing-Mitgliedern (befragt wurden 1308 aktive Xing-Mitglieder, davon 350 aus der Schweiz) bringt die Arbeit im Home Office diverse Vorteile. Die Mehrzahl der Befragten ist der Ansicht, sie seien daheim produktiver und ­arbeiteten konzentrierter. Doch Heimarbeit bringt auch negative Effekte mit sich. (Quelle: Xing)
In der Umfrage gaben 66 Prozent an, dass sie sich im Home Office besser konzentrieren können. Bei nur gerade 9 Prozent klappt es im Büro besser mit der Konzentration. Zudem sagen 59 Prozent, dass sie bei der Arbeit zuhause produktiver sind. 46 Prozent können im Home Office besser eigene Ideen entwickeln und kreativ sein. Nur 16 Prozent sagen, dass bei ihnen die Kreativität im Büro höher ist.

Die Arbeit im Home Office wird also oft als produktiver wahrgenommen und es fällt vielen zuhause leichter, sich zu konzentrieren. Entscheidend für die tatsächliche Produktivität sind aber auch die technische Ausstattung und ein ergonomischer Arbeitsplatz, und dies entzieht sich im Home Office weitgehend dem Einfluss des Arbeitgebers. Instabile Netzwerk­verbindungen, lückenhafter Telefonempfang, ein schlecht eingerichteter Arbeitsplatz und das Bearbeiten von Excel-Tabellen auf einem 13-Zoll-Laptop bremsen die Produktivität im Home Office aus. Zudem müssen die Prozesse von Unternehmen auf die Arbeit im Home Office angepasst werden. Wenn Dokumente eine physische Unterschrift benötigen, im Home Office aus IT-Security-Gründen aber nicht gedruckt werden kann, so kommen gewohnte Abläufe rasch zum Erliegen.

Unternehmen sollten also ein Interesse daran haben, dass Mitarbeitende im Home Office möglichst gute Arbeitsbedingungen vorfinden. Oft ist es aber noch so, dass die Mitarbeitenden selbst für ein entsprechendes Umfeld sorgen müssen. Gemäss der Xing-Befragung hat mehr als die Hälfte (54 Prozent) von ihnen selbst in technisches Equipment für das Home Office investiert. Lediglich 37 Prozent wurden bei der Ausstattung ihres Büros zuhause finanziell durch den Arbeitgeber unterstützt. Zur Sicherstellung einer hohen Produktivität im Home Office müssen Unternehmen künftig vermutlich eine aktivere Rolle spielen.
 
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