High-Performance- und virtuelle Teams entwickeln

High-Performance- und virtuelle Teams entwickeln

4. Juli 2020 - In den meisten Unternehmen ist Teamarbeit gängige Praxis. Deshalb geht es in Teamentwicklungsmassnahmen heute meist darum, aus Teams Hochleistungsteams zu entwickeln. Auch bereichs- und unternehmensübergreifende, oft virtuelle Teams gewinnen an Bedeutung.
Artikel erschienen in IT Magazine 2020/07
Die Projekt- und Teamarbeit ist heute in den meisten Unternehmen gängige Praxis. Dies wirkt sich auf die Designs ihrer Teamentwicklungsmassnahmen aus. Sie zielen heute meist darauf ab, die Leistung bestehender Teams zu steigern oder die bereichs- und hierarchieübergreifende oder gar standort- beziehungsweise unternehmensübergreifende Zusammenarbeit zu verbessern. Die Teams, die heute an Teamentwicklungsmassnahmen teilnehmen, haben also häufig bereits – geht man von den vier Stufen der Teamentwicklung «Forming», «Storming», «Norming», «Performing» nach Bruce Tuckmann aus (siehe Grafik) – zumindest die ersten zwei Stufen durchlaufen. Es klemmt aber noch beim Performing: Der gemeinsame Output stimmt nicht.

Ziel: die Wirksamkeit erhöhen

Die Ursachen hierfür können vielfältig sein. Zum Beispiel, dass das Team beim «Norming» – als es die Regeln für die Zusammenarbeit definierte – gewisse Dinge vergass. Oder dass die Arbeitsanforderungen sich so stark geändert haben, dass die einmal getroffenen Vereinbarungen nicht mehr tragfähig sind. Oder dass neue Mitglieder mit anderen Vorstellungen von der Zusammenarbeit ins Team kamen. In all diesen Fällen geht es nicht um ein klassisches Team Building – also das Neuformieren eines Teams. Vielmehr sollen die Zusammenarbeit verbessert und die Wirksamkeit erhöht werden.

Das wirkt sich auf das Design der Massnahmen aus. Eher «out» sind nicht erst seit der Coronakrise Survival Trainings, bei denen die Teilnehmer zum Beispiel in einem Schlauchboot gemeinsam einen reissenden Fluss hinab fahren. Sie kommen, wenn überhaupt, nur noch im Vertrieb zum Einsatz. Und dort haben sie meist auch eine Incentive-Funktion. Auch der High-Ropes-Anlagen-Boom ist abgeebbt. Die Hochseilgärten werden heute primär noch zum Entwickeln des Teamspirit genutzt. So lassen Unternehmen zuweilen neu formierte Projektteams gemeinsam einen Parcours durchlaufen, damit zwischen deren Mitgliedern persönliche Beziehungen entstehen. Ähnlich verhält es sich bei virtuellen Teams, deren Mitglieder sich – ausser in Videokonferenzen – im Arbeitsalltag nie oder nur selten sehen, denn die Erfahrung der Unternehmen zeigt: Wenn die Teammitglieder sich persönlich kennen und verstehen lernen, funktioniert die Zusammenarbeit besser und es entstehen weniger Konflikte.
Beim Weiterentwickeln bestehender Teams setzen die Unternehmen jedoch zumeist auf andere Instrumente. Und zwar unabhängig davon, ob die Teams nur aus Mitarbeitern einer Abteilung oder eines Bereichs, mehrerer Abteilungen oder Bereiche oder gar verschiedener Unternehmen bestehen.

So führen heute manche Unternehmen Teamseminare durch, bei denen die Teilnehmer gemeinsam kochen. Bei anderen malen sie grossformatige Bilder. Das Ziel hierbei ist stets: Aus den Verhaltensmustern, die die Teilnehmer beim Lösen der Teamaufgabe zeigen, sollen in der Reflektionsphase zunächst Rückschlüsse auf das Verhalten im Arbeitsalltag gezogen werden. Und in der anschliessenden Transferphase? In ihr sollen Vereinbarungen getroffen werden, um die Zusammenarbeit zu verbessern und die Performance zu steigern.
 
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