Durch Lernen zum Erfolg

Durch Lernen zum Erfolg

Artikel erschienen in IT Magazine 2019/04
Seite 1
30. März 2019 -  Von Elisa Marti

Die rasanten technologischen Entwicklungen führen zu veränderten Kompetenzanforderungen an Arbeitnehmende. Wer seine Attraktivität im Arbeitsmarkt beibehalten will, muss sich weiterbilden und neue Qualifikationen aneignen.
Durch Lernen zum Erfolg
Die Arbeitslosenquote nimmt in der ICT-Branche mit zunehmendem Alter zu. Liegt sie in der Altersstufe 50 bis 54 Jahre noch bei 2,4 Prozent, steigt sie bei den 60- bis 64-Jährigen auf 5,6 Prozent. In der Gesamtwirtschaft hin­gegen liegt das höchste Arbeitslosenrisiko mit über 3 Prozent im Alter von 25 bis 39 Jahren, danach sinkt die Quote auf Werte zwischen 2 und 3 Prozent. (Quelle: SITM)
Die Entwicklung neuer Technologien verlangt nach entsprechenden, oft neuen Fähigkeiten jener, die täglich mit ihnen arbeiten. Wer sich nicht weiterbildet und die notwendigen Skills aneignet, riskiert, auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr gefragt zu sein. Wie wichtig lebenslanges Lernen im ICT-Berufsfeld ist, zeigt sich unter anderem in der Arbeitslosenquote, die im ICT-Berufsfeld untypischerweise mit zunehmendem Alter steigt, wie die Studie "ICT-Fachkräftesituation: Bedarfsprognose 2026" von IWSB im Auftrag von ICT-Berufsbildung Schweiz zeigt. Die Gründe sind vielfältig, beispielsweise stimmen die mitgebrachten Fähigkeiten häufig nicht mit den ausgeschriebenen Anforderungsprofilen überein. Es sind aber gerade diese spezifischen Skills, die oft darüber entscheiden, ob jemand eingestellt wird. Aus der Studie "Arbeitsmarktfähigkeit arbeitsloser Informatiker 45+" von ICTswitzerland und dem AWA Zürich geht hervor, dass Zertifikate, welche die gefragten Kompetenzen unabhängig belegen, deutlich zur Attraktivität der Bewerbenden beitragen können. Durch die anerkannte Zertifizierung von Kompetenzen haben Absolventinnen und Absolventen in der Regel mehr Karrierechancen, mehr Lohn und mehr Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt.


Angesichts des vorherrschenden ICT-­Fachkräftemangels (bis 2026 fehlen schweizweit rund 40’000 ICT-Fachkräfte, wie die Studie "ICT-Fachkräftesituation: Bedarfsprognose 2026" zeigt) ist auch der Markt selbst darauf angewiesen, dass sich Arbeitnehmende adäquat weiterbilden und Quereinsteiger sich entsprechend umschulen lassen. Gerade im Bereich IT- und Cyber-Security ist der Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften besonders gross. Auch Aus- und Weiterbildungen für Kaderleute im ICT-Umfeld nehmen an Bedeutung zu. ICT-Berufsbildung Schweiz entwickelt entsprechend den Bedürfnissen aus der Unternehmenswelt eidgenössische Berufsabschlüsse, die den Anforderungen des Marktes Rechnung tragen und ICT-Fachkräften attraktive Weiterbildungsmöglichkeiten bieten.

Die Vorteile von eidgenössischen Abschlüssen

Auf der Webseite www.ict-weiterbildung.ch legt ICT-Berufsbildung Schweiz die Weiterbildungs- und Zertifizierungsmöglichkeiten für ICT-Fachkräfte mit Berufserfahrung dar und zeigt die Vorteile eines eidgenössischen Abschlusses auf. Eidgenössische Prüfungen werden beispielsweise unabhängig von der Ausbildungsstätte von ICT-Berufsbildung Schweiz durchgeführt und garantieren so eine standardisierte Qualitätsbeurteilung. Die Prüfungsvorbereitung erfolgt berufsbegleitend, an einer Weiterbildungsinstitution oder im Selbststudium. Hier wird die Digitalisierung in Zukunft ganz neue Möglichkeiten für flexibles, sprich individualisiertes, orts- und zeitunabhängiges Lernen bieten.

Für Laien ist die Unterscheidung zwischen den verschiedenen Weiterbildungsmöglichkeiten auf tertiärer Bildungsstufe oft nicht leicht, sind sich die Begrifflichkeiten doch sehr ähnlich und ihre Abkürzungen noch ähnlicher. Gerade HF (Höhere Fachschule) und FH (Fachhochschule) werden oft verwechselt. Allerdings gehört die FH zu den akademischen Hochschulen, während die HF zur Höheren Berufsbildung zählt, welche keine Maturität voraussetzt (siehe auch Marktübersicht ab S. 34). Nebst der Höheren Fachschule (HF) setzt sich die Höhere Berufsbildung aus den eidgenössischen Prüfungen, nämlich den Berufsprüfungen (eidg. Fachausweis) und den Höheren Fachprüfungen (eidg. Diplom) zusammen. Im Folgenden sind die verschiedenen Weiterbildungsmöglichkeiten der Höheren Berufsbildung kurz erklärt.
 
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