Gadget: Apples funktionales, hässliches Entlein

Gadget - Apple Smart Battery Case

Gadget: Apples funktionales, hässliches Entlein

Artikel erschienen in IT Magazine 2019/01
2. Februar 2019 -  Apples Smart Battery Case ist zwar wahrlich keine Augenweide, bietet aber, was es verspricht.
Gadget: Apples funktionales, hässliches Entlein
Dadurch, dass die Akku-­Erweiterung in den unteren drei Vierteln sitzt, liegt das Telefon zumindest gut in der Hand, auch wenn es viel zu schwer wird. (Quelle: Apple)
"Lust, das hässlichste Apple-Produkt seit dem bunten iMac zu testen?" So wurde in der Redaktion versucht, jemandem das Smart Battery Case fürs iPhone XS für einen Test schmackhaft zu machen, und die Anfrage trifft den Nagel auf den Kopf. Egal ob man den bunten iMac nun hübsch fand oder nicht, für einen Hersteller, dem die Optik seiner Produkte so wichtig ist und der voller Stolz überall "Designed by Apple in California" draufschreibt, bekleckert sich Apple mit dem Akku-Paket, dass das iPhone quasi in einen Ziegelstein verwandelt, nicht gerade mit Ruhm.

Die Idee des Smart Battery Case ist klar – es soll die Akkulaufzeit des iPhone verlängern, und im Gegensatz zu einer herkömmlichen Powerbank gleichzeitig auch als iPhone-Hülle dienen. Apple verspricht für das iPhone XS zusammen mit dem Battery Case bis zu 20 Stunden Surfen im Internet (anstatt 12 Std. ohne Case), bis zu 25 Stunden Videowiedergabe (anstatt 14 Std.) und bis zu 37 Stunden Sprechdauer (anstatt 20 Std.).

Apple hat Hülle und iPhone soweit wie möglich integriert. Das bedeutet zum Beispiel, dass Hülle und iPhone gleichzeitig geladen werden können, und dass auf dem iPhone-Display sowohl der Ladestand des Telefons als auch den der Hülle angezeigt werden. Auch gleichzeitiges kabelloses Laden auf einer Qi-Matte ist möglich. Wird die Hülle allein geladen, wird dies durch ein ganz winziges, eingearbeitetes LED angezeigt. Zudem ist die Hülle auch mit allen Öffnungen und Ausbuchtungen versehen, die es braucht, um sein iPhone genau gleich wie ohne Hülle zu bedienen. In die Hülle geschoben wird das Telefon übrigens, indem ganz einfach der obere, noch schmale Teil des Akku Case aus Silikon nach hinten geklappt wird – das funktioniert bestens.
Als Gewicht haben wir für die XS-Version der Hülle 98 Gramm gemessen. Zusammen mit den gemessenen 177 Gramm des iPhone XS kommt man so auf ein Gesamtgewicht von 275 Gramm, was zu schwer ist, um das iPhone komfortabel mit einer Hand zu bedienen – von der Hosentasche mal ganz abgesehen, die ausserdem auch gar keine Freude an der Gesamtdicke von rund 1,7 Zentimetern hat. Immerhin aber liegt das iPhone mit Case, dadurch, dass die Batterie lediglich in den unteren drei Vierteln der Hülle verbaut wurde, recht gut in der Hand.

Apple verlangt für das Smart Battery Case, welches lediglich in den Farben schwarz und weiss erhältlich ist, stolze 149 Franken. Das ist viel Geld, besonders wenn man bedenkt, dass die meisten Powerbanks einen Drittel davon kosten und meist mehr Leistung bieten. Natürlich sind diese nicht annähernd so gut mit dem iPhone integriert, doch wer nur ab und an ein wenig Extrasaft für sein Telefon braucht, der ist damit besser bedient. Das Smart Battery Case kann deshalbt eigentlich nur den Nutzern ans Herz gelegt werden, die ihr Smartphone regelmässig intensiv und ohne nachladen brauchen und das Battery Case trotz Mehrvolumen und -gewicht permanent am iPhone gesteckt lassen. (mw)
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