Kontenverwaltung in der Wolke

Kontenverwaltung in der Wolke

Artikel erschienen in IT Magazine 2014/03
Seite 1
9. März 2014 -  Von Frank Zscheile

Die Schweizer Airline Swiss hat eine Cloud-Lösung für die zentrale Verwaltung von Bankkonten und dazugehörigen Informationen wie Zugriffsrechten eingeführt.
Kontenverwaltung in der Wolke
«Es stellte sich für unsere Zwecke als sinnvoller heraus, eine Cloud-Lösung einzusetzen.» Cédric Suchet, Head of Treasury & Risk Management, Swiss International Air Lines (Quelle: Swiss International Air Lines)
Die führende Schweizer Fluggesellschaft Swiss beschäftigt aktuell mehr als 7500 Mitarbeitende und bedient mit ihrer Flotte von 85 Flugzeugen ab dem Hub Zürich und den Flughäfen Basel und Genf weltweit 73 Destinationen in 39 Ländern. Seinen Zahlungsverkehr hat das Unternehmen schon 2009 weitgehend zentralisiert, als man die Zahlprozesse auf jene zwei Institute konzentrierte, mit denen auch der Mutterkonzern Lufthansa seit geraumer Zeit gearbeitet hatte. Über die Plattformen der beiden Banken laufen seitdem 85 Prozent des weltweiten Zahlungsverkehrs. Gleichwohl gibt es nach wie vor eine Reihe lokaler Banken, so dass Swiss derzeit weltweit rund 130 Konten unterhält. Lokale Bankbeziehungen sind dabei für die Abwicklung von Lohnzahlungen oder als Kontoverbindung für Bareinzahlungen an Flughäfen unabdingbar.

Zeichnungsberechtigungen wechseln häufig


Während für die Hauptbanken im Wesentlichen nur die Treasury-Abteilung zeichnungsberechtigt ist, benötigt das Personal vor Ort Zugriff auf die lokalen Kontoverbindungen. Knapp 100 solcher Berechtigter gibt es weltweit – eine volatile Zahl jedoch, denn das Personal in den Aussenstellen wechselt regelmässig, was eine Anpassung der Zeichnungsberechtigungen erfordert. 30 bis 40 Änderungen pro Jahr zählt Henrik Schindler, Administrator Treasury Back Office bei Swiss, und er weiss: «Da ist schnell der Überblick verloren. Und was geschieht, wenn jemand nicht mehr bei uns arbeitet und trotzdem Kontenzugriff hat?»
Compliance-Grundsätze erfordern deshalb, dass jederzeit bekannt ist, wer wo zeichnungsberechtigt ist und dass Zugriffsrechte zeitnah entzogen und vergeben werden. Bislang gab es bei Swiss keine zentrale Plattform, welche ein einheitliches Datenmanagement und eine klare Aufgabenverteilung zur Pflege wichtiger Informationen zu den weltweiten Bankkonten des Unternehmens ermöglicht hätte. «Die Informationen mussten wir permanent aktiv bei den Aussenstellen einholen», so Schindler. So waren die Übersichten der weltweit Zeichnungsberechtigten oft unvollständig und veraltet. Der Genehmigungsprozess für das Ändern von Berechtigungen funktionierte über das Versenden unverlinkter Excel-Tabellen und war entsprechend ineffizient. Langwierig wurden Antragspapiere über die interne Hauspost verschickt, eine Übersicht des aktuellen Bearbeitungsstatus gab es nicht.
 
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