ETH und EPFL forschen gemeinsam mit Microsoft

ETH und EPFL forschen gemeinsam mit Microsoft

5. Februar 2014 - Die ETH Zürich und die EPFL Lausanne haben eine erweiterte Forschungskooperation mit Microsoft Reserach angekündigt. Geforscht werden soll unter anderem an Flugrobotern und energieeffizienten Speichern.
Die ETH Zürich und die EPFL Lausanne haben bekannt gegeben, dass die schon seit einigen Jahren bestehende Zusammenarbeit mit Microsoft neu ausgerichtet und vertieft werden soll. Demnach wird Microsoft Research die beiden Hochschulen mit fünf Millionen Franken für die kommenden fünf Jahre unterstützen – eine Million pro Jahr also. Die erneuerte Kooperation sei die Fortsetzung eines 2008 lancierten Förderprojekts, das damals auf Embedded Systems ausgerichtet war.

Die neue Kooperation sieht vor, dass Wissenschaftler aus der Informatik oder verwandten Gebieten Projektanträge einreichen können, die dann von einem Steuerungsausschuss bestehend aus Vertretern der ETH Lausanne, der ETH Zürich, Microsoft Research und Microsoft Schweiz geprüft werden. In die dann ausgewählten Projekte muss dann ein Wissenschaftler von Microsoft Research involviert sein. Die Ausschreibung für die erste Runde ist vor kurzem abgelaufen, und 27 Anträge seien eingegangen, von denen sieben Projekte ausgewählt wurden. Darunter ist beispielsweise ein Projekt, das untersuchen soll, wie Flugroboter in belebten Umgebungen funktionieren und mit Menschen interagieren können. Konkret wollen die Wissenschaftler eine Plattform entwickeln, auf der Flugroboter Menschen nicht nur erkennen und um sie herum navigieren, sondern auch dank ihren Algorithmen auf Gesten und Berührungen reagieren können. Ein anderes Projekt beschäftigt sich mit energieeffizienten Speicherarchitekturen für Rechenzentren, genauer gesagt mit dem sogenannten Scale-out NUMA-Verfahren. Gesucht werde nach neuen, dezentralisierten Anwendungen. (mw)

Kommentare

Donnerstag, 6. Februar 2014 Adrian
Nun lasst mal die Kirche im Dorf. Solche Kooperationen gibt es seit Ewigkeiten und bieten den Uni's die Möglichkeit aus ihren Forschungsprojekten Geld zu machen. Natürlich wäre eine staatliche Stiftung, welche die Forschungsarbeiten weiter lizenziert und die Einnahmen verteilt besser, aber unrealistisch (weil kaum eine Firma dann dem Beamtentempo-Hinterherschleichen will). Aber wenn ihr wollt, dass Studiengänge das zehnfache kosten als heute.. nur zu, dann verbieten wir solche Kooperationen und Partnerschaften.

Donnerstag, 6. Februar 2014 Johann Joss
Für mich ist das Besechung und ein Eingriff in die Freiheit von Lehre und Forschung. Wir dürfen uns nicht verkaufen.

Donnerstag, 6. Februar 2014 Marco
@Dani S.: Ob man für die Beschaffung von Infrastruktur des Bundes Steuergelder nutzt oder ob der Bund für Amerikanische Unternehmen auf Kosten der Steuerzahler forscht ist ja wohl nicht einmal ansatzweise vergleichbar.

Mittwoch, 5. Februar 2014 Dani S.
"Es kann ja nicht sein, dass ich mit meinen Steuern noch Microsoft unterstütze..." Tja, das tun Sie so oder so. Die Verwaltung ist voll von Systemen mit OS der Firma MoreMoney (M$). Und auch unsere Bildungsstätten sind voll von Produkten aus dem Hause Apfel, MoreMoney

Mittwoch, 5. Februar 2014 Marco
Wir brauchen endlich ein Gesetz welches die Einflussnahme und das Sponsoring von Schweizer Bildungsinstituten durch Unternehmen verbietet. Die ETH arbeitet inzwischen für Adobe, Apple, Google, Microsoft, etc. Ansonsten sollten diese Institute keine Zuwendungen vom Staat mehr bekommen. Es kann ja nicht sein, dass ich mit meinen Steuern noch Microsoft unterstütze...

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