Das Netzwerk der Zukunft

Das Netzwerk der Zukunft

8. Juni 2013 - Von Marco Wenzel

Wer seine Infrastruktur erneuert, sollte auch ans Netzwerk denken. Dieses wird sonst zum Flaschenhals. Ein Software-defined Network (SDN) kann Abhilfe schaffen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2013/06
Bei Servern ist die Virtualisierung schon eine Selbstverständlichkeit. Dafür gibt es auch gute Gründe, denn diese virtuelle Umgebung ist um einiges flexibler, skalierbarer und einfacher zu handhaben als eine traditionelle Server-Infrastruktur. Unternehmen können damit schnell auf Veränderungen eingehen und ihren Bedarf an Rechenleistung flexibel und dynamisch den aktuellen Anforderungen anpassen. Doch wie sieht dies mit dem Netzwerk aus? Auch da sind die Anforderungen in den letzten Jahren zum Beispiel durch Cloud Computing, Big Data, Social Media und auch durch die Virtualisierung ständig gestiegen. Aber: Netzwerke hinken schon seit Längerem hinterher, wenn es darum geht, den steigenden Anforderungen optimal gerecht zu werden. Wer die heutigen Netzwerke mit jenen vor 20 Jahren vergleicht, stellt fest, dass sich diese nicht bemerkenswert verändert haben. Sie müssen nach wie vor manuell konfiguriert werden, was lange dauert sowie ressourcenintensiv und fehleranfällig ist.

Cloud braucht dynamisches Netz


Gerade beim Umzug in die Cloud stellen viele Unternehmen fest, dass ihre herkömmlichen Netzwerkarchitekturen zum Flaschenhals werden, wenn es darum geht, schnellen Zugang zu Anwendungen und Diensten zu gewähren. Die Cloud ist bekannt für Agilität, Geschwindigkeit und Einfachheit. Das funktioniert aber nur, wenn auch das Netzwerk mithalten kann. Die Trägheit der heutigen Netzwerke führt dazu, dass viele Unternehmen nicht in der Lage sind, Business-Chancen zu ergreifen. Viel zu lange dauert es, bis das Netzwerk entsprechend angepasst ist. Das wird noch viele Unternehmen vor grosse Herausforderungen stellen, denn gemäss IDC werden bis 2020 64 Prozent der IT aus der Cloud und nur 36 Prozent aus traditioneller IT stammen – heute ist das Verhältnis noch umgekehrt. Eine Erneuerung des Netzwerkes scheint also unumgänglich. Vielen Organisationen macht auch die Komplexität der bestehenden Fabrics in ihren Rechenzentren zu schaffen: Diese müssen für jedes Gerät aufwändig und manuell konfiguriert werden, was sehr fehleranfällig ist. Zudem bieten die Fabrics unzureichende Bandbreiten für datenintensive Anwendungen. Die heutigen Netzwerke sind zu starr, zu kompliziert im Management und zu wenig agil.
Die Lösung für diese Probleme lautet Software-defined Network, kurz SDN. Hinter den drei Buchstaben steht eine neue Netzwerk-Architektur. Das Besondere daran: Mit SDN werden Hardware, Control-Software und Anwendungen virtualisiert und über eine einzige Steuerungsebene verwaltet. Auf diese Weise wird im Prinzip die Steuerungsebene – die Software – von der physikalischen Infrastruktur – der Hardware – getrennt.
(Quelle: HP)
(Quelle: HP)

 
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