Orianda gibt Daten aus der Hand

Orianda gibt Daten aus der Hand

4. März 2012 - Statt eine eigene IT-Infrastruktur aufzubauen, hat sich das Schweizer Unternehmen Orianda dazu entschieden, alles auszugliedern. Sämtliche Firmandaten liegen bei Wuala.
Artikel erschienen in IT Magazine 2012/03
Wenn aus einem Unternehmen plötzlich zwei eigenständige rechtliche Einheiten werden, dann steht zumindest eine der entstandenen Firmen vor der Aufgabe, eine neue IT-Infrastruktur aufzubauen. Mit dieser Situation sah sich Ende 2010 auch Orianda, ein Schweizer IT-Beratungsunternehmen im SAP-Umfeld, konfrontiert. Damals wurden aus der 1998 gegründeten Firma Orianda das auf Business Intelligence (BI) fokussierte Unternehmen Thinkbetter sowie Orianda, das den Schwerpunkt auf Unternehmensberatung im Bereich Instandhaltung und Logistik sowie Anwendungsentwicklung legt.

Keine eigene Infrastruktur

Die Geschäftsleitung von Orianda entschied in der Folge, in den neu bezogenen Büroräumlichkeiten keine eigene IT-Infrastruktur aufzubauen, sondern externe Dienste in Anspruch zu nehmen. So werden zum Beispiel E-Mails über Office 365 gehostet, während die SAP-Systeme und sonstigen Server bei Amazon und Cloudsigma liegen. Aber damit nicht genug: Auch die gesamten Unternehmensdaten hat die Beratungsfirma ausgegliedert. «Seit Anfang 2011 liegen unsere Daten beim Schweizer Online-Speicher-Anbieter Wuala», erklärt Michael Zangl, Leiter Technology Solutions bei Orianda.

Als Orianda noch ein Unternehmen war, war eine herkömmliche Infrastruktur im Einsatz. Sämtliche Firmendaten befanden sich auf Fileservern in den Büros. Doch laut Zangl gab es bereits damals Diskussionen, ob diese Lösung optimal sei. «Die Infrastruktur war für uns etwas schwierig zu administrieren. Wir hatten die Daten vor Ort, aber die Mitarbeiter mussten auch von unterwegs remote darauf zurückgreifen können. Es war eine Herausforderung, die entsprechenden VPN-Verbindungen aufzusetzen. Da aber Software as a Service und externe Speicher dazumal noch relativ neu waren, wurde eine entsprechende Lösung nie ernsthaft in Betracht gezogen», führt Zangl aus.
 
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