Branche klagt über Personalmangel und Frankenstärke

Branche klagt über Personalmangel und Frankenstärke

2. Oktober 2011 - Die Stimmung in der Schweizer ICT-Branche hat sich zwar etwas abgekühlt, ist aber immer noch positiv. Als Problembereiche werden die Stärke des Franken und das Fehlen von qualifiziertem Personal identifiziert.
(Quelle: SWICO)
Der SWICO ICT Index, der die Stimmung der Schweizer ICT- und CE-Branche wiederspiegelt, befindet sich weiter im Sinkflug. Im vierten Quartal 2011 liegt der Index noch bei 106,8 Punkten, wie der neueste Report des Branchenverbandes SWICO zeigt. Als Grundlage für den Index dienen die Indikatoren Umsatz, Auftragseingang und Bruttomarge bei den Unternehmen. Ein Wert über 100 repräsentiert eine positive, ein Wert unter 100 eine negative Stimmung. Somit ist die Stimmung in der Branche also immer noch eher positiv, jedoch lag der Index im Q3 noch auf 111,9, und im Q1 und Q2 noch bei 119,1 beziehungsweise 118,7 Punkten. Aktuell liegt der Index etwas über dem Niveau vom Q1 2010.


Für den Rückgang verantwortlich sind laut SWICO hauptsächlich die Segmente Consumer Electronics sowie Imaging/Printing/Finishing. Beide Segmente würden die derzeitige Stärke des Schweizer Frankens spüren, heisst es. Auf Wachstumskurs sind hingegen die Segmente Software, IT-Service und Consulting. Sowohl bei der Auftragslage, beim Auftragseingang und beim Auftragsbestand würde die Mehrheit der Unternehmen ein Wachstum erwarten.
(Quelle: SWICO)
Die Umsatzerwartungen der Branche fürs Q4 2011. (Quelle: SWICO)
Die Konjunkturerwartungen der Branche fürs Q4 2011. (Quelle: SWICO)


Herausforderungen für die Branche

Eine Aussagen zum Personalbestand für das Q4 2011: In den Bereichen Software, IT-Services, IT-Technology und Consulting rechnet man mit einer Zunahme des Personals, ansonsten mehrheitlich mit einem unveränderten Personalbestand. Mit einem Personalrückgang wird hingegen nicht gerechnet. Und bei der Frage nach der konjunkturellen Entwicklung, die erwartet wird, ist man in den Bereichen Consulting, Software und IT-Services am optimistischsten. Hier glaubt jeweils ein Drittel bis ein Viertel an eine Verbesserung der Konjunktur. In den Segmenten Consumer Electronics und Imaging/Printing/Finishing hingegen glauben rund zwei Drittel an eine konjunkturelle Abkühlung.

Schliesslich befragte SWICO die einzelnen Segmente auch nach den für sie grössten Herausforderungen für die kommenden sechs Monate. Das Segment Consumer Electronics nennt hier das sinkende Preisniveau und die damit verbundenen sinkenden Margen. Imaging/Printing/Finishing sieht für die Zukunft die Frankenstärke als grösste Herausforderung, und das Segment IT-Technology hat zum einen Mühe, qualifiziertes Personal zu finden, und spricht zudem von Preis- und Margendruck. Das Software-Segment derweil kämpft auch künftig primär mit dem Mangel an qualifiziertem Personal, und der IT-Services-, genauso wie der Consulting-Bereich ringt mit dem Personalmangel und der Frankenstärke.

Die Studie kann für 297 Franken beim SWICO bestellt werden.
(mw)

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