Gesucht: Sichere Plattformen

Gesucht: Sichere Plattformen

4. Juni 2011 - Nicht jede Smartphone-Plattform bietet IT-Verantwortlichen in Unternehmen dieselben Möglichkeiten für Management und Sicherheit. Deshalb ist eine genaue Evaluierung nötig.
Artikel erschienen in IT Magazine 2011/06
HTC HD7 mit Windows Phone 7. (Quelle: HTC)
Von Sarah Trunk

Smartphones gehören zu den bedeutendsten technologischen Entwicklungen unserer Zeit, denn sie vereinen eine breite Vielfalt an Anwendungen für private Zwecke und den geschäftlichen Einsatz auf einer Plattform. Dank leistungsstarker Prozessoren, hoch qualitativer Displays, grosser Speicherkapazitäten und verschiedener Kommunikations- und Netzzugangstechnologien sind sie heute bereits eine ernst zu nehmende Alternative und auch ein adäquater Ersatz für Laptops als Arbeitsgerät unterwegs.

Diese Allgegenwart der Smartphones bringt auch zahlreiche Veränderungen im Verhalten der Anwender mit sich und hat damit grossen Einfluss auf Unternehmen: Mitarbeiter betrachten diese mobilen Geräte heute nicht nur als Ergänzung ihrer Arbeitsmittel, sondern vielmehr als erste Wahl. Deshalb sind es immer häufiger auch die Anwender, die bestimmen, welche Smartphone-Plattform ihre Anforderungen im Arbeitsalltag erfüllt.

Laut dem Marktforschungsunternehmen IDC werden die Absatzzahlen für Smartphones, die zwar für private Zwecke gekauft wurden, jedoch in den Unternehmen eingesetzt werden, bis 2014 weiterhin stark steigen und bis zu 20 Prozent der in Unternehmen eingesetzten Geräte ausmachen. IT-Abteilungen werden zwar auch weiterhin eine wichtige Rolle bei der Auswahl und Administration dieser Geräte spielen – aber sie treffen nicht mehr die alleinige und endgültige Entscheidung für die geeignete Plattform.
Nexus mit Google Android.
iPhone mit Apple iOS. (Quelle: Apple)
HTC HD7 mit Windows Phone 7. (Quelle: HTC)
Blackberry mit Blackberry-OS. (Quelle: RIM)
Nokia-Handy mit Symbian-OS. (Quelle: Nokia)


Das richtige Mass zwischen Absicherung und Freiheit finden

Dieser Trend und die damit entstehenden Sicherheitsrisiken stellen für IT-Manager eine grosse Herausforderung dar, wie im ersten Schwerpunkt-Artikel (ab S. 36) bereits zu erfahren war. Smartphones sind schwer abzusichern, da sie über viele Zugangstechnologien und Schnittstellen verfügen. Ebenso besorgniserregend ist die Vielfalt an Betriebssystemplattformen – jede mit eigenem Funktions- und Leistungsumfang und eigenen Sicherheitsfunktionen. Das grösste Risiko geht jedoch von den Anwendern selbst aus: Sie nutzen Online-Anwendungen wie Spiele oder ihren persönlichen E-Mail-Account, während sie mit dem Unternehmensnetzwerk verbunden sind, oder laden Anwendungen auf ihre Geräte, die schlimmstenfalls nicht getestet oder nicht genehmigt sind.
Für Malware-Entwickler bieten vor allem die offenen App Stores einen wahren Nährboden für Missbrauch. Sicherheitsspezialist McAfee schätzt, dass die Zahl der Malware-Programme in App Stores im Jahr 2010 um insgesamt 46 Prozent gestiegen ist, wobei ein grosser Anteil für die Plattformen Symbian und Android entwickelt wurde.
Das Dilemma: Damit Unternehmen den maximalen Nutzen aus dem Smartphone-Einsatz ziehen können, müssen sie die richtige Balance zwischen Risiko und Nutzen finden. Dies bedeutet, das optimale Mass an Absicherung zu definieren und gleichzeitig dem Nutzer die maximale Freiheit zu geben.
 
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