Virtuelle Desktops

Virtuelle Desktops

22. Mai 2009 - Server-Virtualisierung ist in den Unternehmen weit verbreitet. Desktop-Virtualisierung hingegen ist eine relativ neue Technologie, die sich erst noch bewähren muss.
Artikel erschienen in IT Magazine 2009/06

Die Rufe nach virtualisierten Infrastrukturen sind in Krisenzeiten besonders laut. Virtualisierung erlaubt es Unternehmen, ihre Ressourcen zusammenzufassen. Zudem können Kosten eingespart werden.


Bereits zu den Klassikern gehören Speicher- und Server-Virtualisierung. Die Fallstudie «Unabhängig dank virtuellen Servern» auf S. 16 des aktuellen Schwerpunkts zeigt, welche Vorteile sich daraus ergeben. Aber auch die Applikationsvirtualisierung wird immer beliebter. In der Infoweek-Marktübersicht auf S. 13 findet man die wichtigsten Anbieter in diesem Bereich und deren Leistungen.


Desktop-Virtualisierung kommt

Nebst der Applikationsvirtualisierung gehört die Desktop-Virtualisierung zu einem der aufstrebenden Trends in diesem Bereich. Die Desktop-Virtualisierung erlaubt es, virtuelle Abbildungen des Betriebssystems auf die Clients zu spiegeln. Der Anwender sieht also die gewohnten Anwendungen und seine persönlichen Einstellungen, die Daten dazu werden allerdings auf einem Server im Rechenzentrum gespeichert. Das Betriebssystem wird von der darunter liegenden Hardware abgekoppelt. Die Ressourcen werden zentral gesteuert und die Anwender können auch von unterwegs auf die Desktop-Umgebung zugreifen.


In einer Studie Ende März 2009 haben die Marktforscher von Gartner prognostiziert, dass sich der Markt für gehostete virtuelle Desktops von aktuell 1,3 Milliarden Dollar auf 65,7 Milliarden Dollar im Jahr 2013 erhöhen wird. Ebenso werde der Anteil virtueller Desktops im Business-Bereich von derzeit unter einem Prozent bis 2013 auf ganze 40 Prozent klettern. Zudem ersetzen gehostete virtuelle Desktops bis ins Jahr 2014 rund 15 Prozent aller Desktop-Rechner, so Gartner. Als Marktführer definieren die Analysten von Gartner bis 2012 VMware.

Auch IDC sieht im Bereich Client-Virtualisierungs-Lösungen ein enormes Wachstums-potential. So wird der Umsatz bis 2011 rund vier Milliarden Euro betragen, im Vergleich zu 1,7 Milliarden Euro im 2007, so IDC. Dabei werde der Schwerpunkt bei virtuellen Desktop-Lösungen liegen, die auf dem Server gehostet werden.

 
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