Sonos Ray im Test: Soundbar mit Licht und Schatten

Sonos Ray im Test: Soundbar mit Licht und Schatten


Toller Sound

Die Auswahl an Anschlussmöglichkeiten ist arg eingeschränkt: Strom, Ethernet und optischer Audioeingang – mehr gibt es nicht. (Quelle: Sonos)
Während die Fernbedienungsgeschichte also durchfällt, überzeugt Ray dafür bezüglich Sound. Unser Philips-OLED-TV (Jahrgang 2019) mit einem relativ anständigen 50-Watt-Speakersystem, das bei Erscheinen sehr gute Kritiken erhielt, hat gegen Ray keine Chance. Trotz seiner kompakten Abmessungen und der Tatsache, dass Sonos bezüglich Speaker-Technologie auf gewisse Komponenten aus den teureren Modellen verzichtet, liefert Ray beeindruckenden Sound – sowohl was die Bässe angeht als auch bezüglich Gesamtbild. Das vor allem auch schon bei geringeren Lautstärken und noch bevor man den Sound mit Trueplay (wofür ein iOS-Gerät nötig ist) optimiert hat. Ray bietet zwar «nur» Unterstützung für Stereo PCM, Dolby Digital 5.1 und DTS Digital Surround, nicht aber für neuere 3D-Raumklang-Soundformate wie Dolby Atmos, was allein schon aufgrund des Designs mit Speakern, die primär nach vorne abstrahlen, und des fehlenden HDMI-Eingangs gegeben ist. Dafür kann man Ray auch in eine TV-Möbel-Bucht stellen, bei der das Abstrahlen des Sounds seitlich und nach oben nicht möglich ist. Kommt hinzu, dass man das Gros der raumfüllenden Soundeffekte von anderen Soundbars ohnehin erst hört, wenn man die Soundbar kräftig aufdreht – im täglichen Gebrauch aber vor allem froh ist, wenn die Soundbar Stimmen klarer macht und Bässen mehr Wumms verleiht – beides macht Ray zu unserer 100-prozentigen Zufriedenheit. Wer wirklich Raumklang will, kann Ray durch zwei zusätzliche Speaker – etwa Sonos One – hinter dem Sofa ergänzen, was mehr bringt als jede Surround-Simulation.


Abgesehen von der Funktion als Soundbar kann Ray natürlich als weiterer Speaker ins Sonos-Multiroom-System integriert werden und spielt dann Musik ab allen erdenklichen Quellen ab. Über Airplay 2 lässt sich Sound auch direkt ab einem Apple-Gerät auf Ray abspielen, während Sprachsteuerung aufgrund fehlender Mikrophone vergebens gesucht (aber auch nicht wirklich vermisst) wird. Gesteuert werden kann Ray entweder über die App oder die integrierten Touch-Control-Elemente an der Oberfläche, etwa um Songs abzuspielen, zu überspringen oder das Volumen zu regeln. (mw)
Fazit
Was das Thema Sound angeht, überzeugt ­Sonos Ray im Vergleich mit eingebauten TV-Lautsprechern – auch mit besseren Vertretern davon – auf der ganzen Linie. Der Sound ist viel heller, klarer, freundlicher, und bietet deutlich mehr Bass. Schaltet man von Ray zurück auf die TV-Speaker, hat man die ersten Minuten das Gefühl, diese verrichteten ihre Arbeit in einer Kartonkiste, so eklatant ist der Unterschied. Ein Reinfall ist dagegen die Steuerung von Ray mittels TV-Fernbedienung, die bei unserem Test kurz vor dem offiziellen Release von Ray eigentlich unbrauchbar war. Hier muss Sonos unbedingt nachbessern, sonst ist die Soundbar kaum brauchbar – toller Sound zum fairen Preis von 319 Franken hin oder her.
Info: Sonos, www.sonos.com
Wertung: 3 von 6 möglichen Sternen
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