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Website-Editor, CMS und Hosting unter einem Dach

Website-Editor, CMS und Hosting unter einem Dach

Artikel erschienen in IT Magazine 2022/05

HTML- und CSS-Kenntnisse nötig

Webflow kommt mit über 30 kostenlosen und um die hundert zahlungspflichtigen Website-Vorlagen zu Preisen ab 24 US-Dollar, jeweils mit vordefiniertem Design, passenden CSS-Klassen und Default-Inhalten, die sich einfach editieren oder ersetzen lassen. Diese Templates stammen von Webflow selbst oder von professionellen Designern aus der Webflow Community. Wer will, kann damit ohne jegliche Webdesign-Kenntnis eine Website zusammenstellen und publizieren. Mit diesem Vorgehen schöpft man die äusserst vielfältigen Möglichkeiten von Webflow aber bei weitem nicht aus. Wer nicht mehr als eine Template-basierte Website wünscht, ist mit Wix, Squarespace oder Jimdo besser und preisgünstiger bedient. Allerdings fragt Webflow bei der Registrierung für einen Account unter anderem danach, ob man sich mit HTML und CSS auskennt. Falls man dort angibt, man habe nichts mit Code am Hut, konfiguriert Webflow den Designer so, dass vieles vordefiniert und automatisiert ist, zum Beispiel die passenden Break­points für unterschiedliche Geräte.

Trotzdem: Das wahre Wesen von Webflow liegt in der vollständigen Kontrolle über HTML und CSS. Doch obwohl dazu keine einzige Codezeile geschrieben werden muss, lässt sich ohne Kenntnisse von HTML und CSS kaum etwas Brauchbares erreichen, beziehungsweise die Möglichkeiten erschliessen sich so nicht. Der Seitenaufbau zum Beispiel basiert strikt auf dem CSS-Box-Modell, und nur wer dieses versteht, ist in der Lage, damit aus einer leeren Seite heraus das gewünschte Layout zu gestalten. Es geht also nicht darum, wild irgendwelche Elemente auf das Canvas zu schieben, sie müssen hierarchisch korrekt platziert und mit den passenden CSS-Eigenschaften ausgestattet werden. Das Style Panel bietet dafür zwar eine durchgängig grafische Oberfläche, erklärt aber nicht, welche Angabe im Detail zu welchem Resultat führt.

Webflow erzeugt prinzipiell responsive Websites. Auch dabei kommt man nicht ohne Erfahrung mit CSS aus. Immerhin unterstützt der Designer die Beurteilung der Darstellung in verschiedenen Seitenbreiten mit einer Breakpoint-Vorschau für die Grössen Desktop, Tablet, Mobile Landscape und Mobile Portrait. Ein weiterer, grösserer Breakpoint kann optional definiert werden, um etwa die Darstellung auf grossen Bildschirmen zu überprüfen. Der Basis-Breakpoint ist dabei immer Desktop, die dort definierten CSS-Eigenschaften der Elemente vererben sich gegen unten – für ein Mobile-First-Design nicht die ideale Ausgangslage, aber handhabbar.

Schulung inklusive

Doch auch wer sich mit HTML und CSS noch nicht auskennt, aber lernwillig ist, hat bei Webflow durchaus eine Chance. Dies nicht zuletzt durch die Webflow University, die mit einer riesigen Palette von Trainings-Videos aufwartet. Angefangen von Erklärungen zu HTML und CSS über Lektionen und Kurse zur Bedienung von Webflow, darunter ein 21-Tages-Kurs, währenddessen eine komplette Portfolio-Website entsteht, bis hin zu fortgeschrittenen Themen wie CSS-Layout und Positionierung oder die Nutzung von CSS Grid in Webflow stehen unter https://university.webflow.com Dutzende von gut gemachten Schulungen bereit, wenn auch nur in englischer Sprache.

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