Start-up Skillbrowser: IT-Anbieter suchen leicht gemacht

Start-up Skillbrowser: IT-Anbieter suchen leicht gemacht

4. April 2020 - Moderne Probleme verlangen moderne Lösungen. Wenn IT-Manager heute etwa den passenden Dienstleister für ein spezifisches IT-Problem suchen, drohen sie in den Online-Such­ergebnissen zu ertrinken. Die Plattform Skillbrowser.com geht genau dieses Problem an.
Artikel erschienen in IT Magazine 2020/04

Als Dienstleister auf Skillbrowser

Wenn man als IT-Anbieter auf Skillbrowser gelistet werden will, läuft das folgendermassen ab: Man erstellt ein Profil mit den nötigen Angaben zum Unternehmen, dann pflegt man seine Skills ein. Strübin erklärt: «Es gibt bereits mehr als 1500 Kriterien, aus denen man auswählen kann. Weitere können von den Dienstleistern erstellt werden, falls etwas fehlt.» Dabei prüft man bei Skillbrowser jede einzelne Eingabe manuell: Services, Kategorien, Unternehmen, Produkte, Märkte – alles wird von Skillbrowser verifiziert, bevor es online geht. «Wir wollen keine Firmen und Angebote auf der Plattform, die es nicht gibt, die keinen Sinn machen oder nicht IT-relevant sind», so Strübin.

Am liebsten wäre Skillbrowser natürlich, wenn die gesamte Anbieterlandschaft der Schweizer IT-Branche auf der Plattform vertreten wäre. Die Zielgruppe sind für Strübin kleine und mittelgrosse IT-Dienstleister. «Mit den ganz ­grossen Anbietern müssten wir erst ins Gespräch treten und schauen, was ihre Anforderungen sind.» So müsste als Beispiel das Einpflegen von Niederlassungen möglich werden.

Die kritische Masse

Momentan befinden sich circa 160 Anbieter auf Skillbrowser. Philippe Strübin erklärt: «Die Verbreitung ist eine Herausforderung – es ist ein klassisches Huhn-Ei-Problem. Wenn wir beim Vergleich mit Trip Advisor bleiben: Würde ich einen Restaurantführer nutzen, der keine Restaurants listet? Nein. Und soll ich als Restaurantinhaber mein Restaurant eintragen, wenn noch keine Kunden den Guide nutzen? Die Antwort ist ebenfalls Nein.»

Um eine erste Basis zu erhalten, pflegte Strübin eine erste Gruppe von Dienstleistern selbst ein. Gleichzeitig nutzt er derzeit aktiv sein persönliches Netzwerk sowie Medienauftritte, um sowohl Anbieter wie auch Suchende auf die Plattform zu holen. Die Nutzer müssten Vertrauen zur Plattform aufbauen, so Strübin, und das braucht die nötige Zeit.

Sowohl der Eintrag als Dienstleister wie auch als suchender IT-Verantwortlicher sind derzeit noch kostenlos. Nach einer möglichen Monetarisierung der Plattform gefragt, antwortet der CEO klar: «Ich will von den Anbietern erst Geld verlangen, wenn die Plattform ihnen einen richtigen Nutzen bringt.» Ideen und Optionen für die Monetarisierung – von Impression-basierten Modellen wie bei Google Adwords bis zu monatlichen Abos – gibt es einige, die Entscheidung ist derzeit aber noch völlig offen. «Um herauszufinden, was die Leute im Detail wollen, mussten wir erst eine Plattform schaffen, die sie nutzen können», so Strübin.

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