Sitzungszimmer der Moderne

Sitzungszimmer der Moderne

8. Juni 2014 - Das Start-up Veeting Rooms will den Markt für Videokonferenzen mit komplett Browser-basierten virtuellen Sitzungszimmern aufmischen und setzt dabei auf Datensicherheit.
Artikel erschienen in IT Magazine 2014/06

Abhängigkeit überwinden

Die Idee für Veeting Rooms reifte aufgrund Bernhards eigenen Erfahrungen mit Konferenzlösungen bereits vor einiger Zeit. Um das Projekt umsetzen zu können, bedurfte es jedoch einer wichtigen technologischen Entwicklung, die erst vor kurzem ihren Weg in die Web-Browser von Google und Mozilla gefunden hat: WebRTC. «WebRTC erlaubt Videogespräche, die direkt aus dem Browser gestartet werden können, und ermöglicht es den Usern zudem, gleichzeitig Web-Applikationen zu verwenden», erläutert Bernhard begeistert.
Die Abhängigkeit von WebRTC gestaltet sich aber zugleich auch als Hürde für Veeting Rooms, bietet Microsofts Internet Explorer – häufig der Standard-Browser in Firmen – doch noch keine Unterstützung für die Technologie. «Dank einer kürzlich geschlossenen Partnerschaft mit Temasys können wir unseren Kunden aber demnächst ein WebRTC-Plug-in bieten. Somit können bald auch die Nutzer des Internet Explorer von Veeting Rooms profitieren», freut sich der Start-up-Gründer.
Aber auch Apple zeigt sich zugeknöpft, verbietet das iOS auf dem iPhone und dem iPad doch Google und Mozilla, ihre eigenen Rendering Engines zu verwenden. Hier hat Veeting Rooms mithilfe eines neuen Features jedoch einen Lösungsansatz gefunden. So soll es den Kunden bald schon möglich werden, sich via Mobil- oder Festnetztelefon in eines der virtuellen Sitzungszimmer einzuwählen. Bernhard erklärt: «Da auf dem iPad mit Ausnahme der Audio- und Video-Übertragung sämtliche Features der Sitzungszimmer genutzt werden können, erhalten die Konferenzteilnehmer durch die Einbindung von Telefonen neu sämtliche Möglichkeiten, die den übrigen Konferenzteilnehmern zur Verfügung stehen.»

Datensicherheit hat Vorrang


Gross geschrieben wird bei Veeting Rooms die Datensicherheit. So werden derzeit noch sämtliche Server des Unternehmens ausschliesslich in der Schweiz gehostet und die gesamte Kommunikation wird komplett verschlüsselt übertragen. Ausserdem verzichtet der Dienst komplett auf die Cloud und hat keine Tools wie Google Analytics im Einsatz, die Daten an Drittparteien weiterleiten.
In Zukunft plant Veeting Rooms jedoch Standorte in anderen Ländern zu eröffnen. Bernhard verrät: «Die Schweiz geniesst bezüglich Datensicherheit einen ausgezeichneten Ruf – Singapur, Hongkong und Panama aber auch. Wenn wir auch von dort aus agieren können, und einen kompetenten Partner vor Ort verpflichten können, der die Mentalität der lokalen Bevölkerung versteht, wird es einfacher, die Lösung zu vermarkten.» (af)
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