CIO-Interview: «Ich versuche, die IT möglichst einfach zu halten»

CIO-Interview: «Ich versuche, die IT möglichst einfach zu halten»

Artikel erschienen in IT Magazine 2013/09
Wie ist Ihre eigene IT-Abteilung aufgestellt?
Wir sind mit sieben Mitarbeitern, davon zwei Lernende, eine relativ kleine IT. Trotzdem haben wir sehr wenig ausgelagert, eigentlich nur unseren Webshop. Wir haben einen Administrator, der für unser internes Netz und die Blumengeschäfte zuständig ist. Unterstützt wird er von unseren beiden Lernenden, einem angehenden Systemtechniker und einem angehenden Supporter. Sie sind Generalisten und müssen alles vom Betrieb des Exchange-Servers, über den Drucker-Unterhalt bis zu Installationen vor Ort in den Blumengeschäften können. Erst wenn es irgendwo wirklich in die Tiefe geht, dann holen wir uns externe Hilfe.

War es schon immer so, dass Fleurop so viel selber macht?
Nein. Bevor ich 1997 zu Fleurop gekommen bin war praktisch die ganze IT ausgelagert. Das hatte Vor- und Nachteile. Vor allem war die Reaktionszeit zu gross. Stellen Sie sich vor: Am Valentinstag kommt bei uns alle drei Sekunden ein Auftrag rein. Wenn es da ein Problem gibt und jemand, um das zu lösen, erst zu uns fahren muss, dann gibt das schnell ein Chaos. Ich habe deshalb bis ins Jahr 2000 praktisch die gesamte IT wieder ins Haus geholt und entsprechend interne Kompetenz aufgebaut.
Haben Sie einen Partner, mit dem Sie fix zusammenarbeiten, wenn es in die Tiefe geht?
Ja, die Firma Lanexpert. Sie unterstützt uns wenn es brennt – was zum Glück relativ selten der Fall ist – oder wenn es grössere, komplexe Updates gibt, die für uns zu heikel sind.

Was machen die anderen drei IT-Mitarbeiter?
Das sind Programmierer beziehungsweise .Net-Entwickler. Sie haben unter anderem das ganze Fleuropnet entwickelt. Und auch unser ERP für das Auftrags- und Kundenmanagement, Debitoren ecetera – jedoch ohne Kreditoren und Fibu – wurde inhouse realisiert.

Woran arbeiten Ihre Programmierer momentan gerade?
Wir werden nächstes Jahr, wenn alles gut läuft, einen neuen Webshop aufschalten. Der wird zwar extern entwickelt, aber das PIM, also die gesamte Artikelverwaltung, erneuern wir selber. Das ist eine recht komplexe Sache und beschäftigt uns derzeit stark. Zudem gilt es, die vielen Schnittstellen zum neuen Webshop zu definieren und implementieren.

Wie viele Clients betreuen Sie und Ihr Team?
Rund 440.

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