Mehr Reichweite und Bekanntheit

Mehr Reichweite und Bekanntheit

Artikel erschienen in IT Magazine 2013/04

Neue Vermarktungsmöglichkeiten


Eine solche Zusammenarbeit könnte dann auch im Marketing genützt werden. Hier besteht der Mehrwert besonders in der gegenseitigen Kanal-Nutzung. Jeder App-Anbieter hat im Marketing seine eigenen Kanäle etabliert: Der eine hat viel Traffic auf der Website, der andere bestehende Partnerschaften im Print-Bereich und der dritte ist über lokale Events gut vernetzt.
Geht man eine App-Partnerschaft mit anderen Anbietern ein, sollte man unbedingt auch über eine gegenseitige Nutzung dieser Vermarktungswege diskutieren. Vielleicht ist es möglich, an einem Event als Gast präsent zu sein und seine App vorzustellen? Oder bei einer bestehenden Print-Partnerschaft einen Beitrag beizusteuern? Häufig eröffnen sich so durch Partnerschaften auch neue Vermarktungs-Kanäle. Kanäle, die bisher aufgrund von Aufwand oder Know-how nicht in Frage kamen. Zudem geht mit allen Kanälen ein jeweils eigenes Netzwerk einher und man erreicht Kundensegmente, die sich ausserhalb der eigenen Kanäle und Netze bewegen. Damit wird die Reichweite nochmals potenziert.
Aber nicht nur von Vermarktungsaspekten her kann eine Zusammenarbeit Mehrwert stiften. Auch thematisch kann sie bereichernd sein – beispielsweise, indem das eigene Netzwerk von neuen Inhalten profitiert. Die Partnerschaften sollten deshalb sorgfältig ausgewählt und sowohl inhaltlich als auch bezüglich Zielgruppe miteinander abgeglichen werden. Ist dies der Fall, kann eine Zusammenarbeit zur Win-Win-Situation werden – für die Anbieter, wie auch für die Kunden.

App gemeinsam nutzen


Die eigene Reichweite kann man auch vergrössern, in dem man auf zwischengelagerte Apps setzt, die Mobile Marketing unterstützen. Sie sind so etwas wie das Bindeglied zwischen einem werbenden Unternehmen und dem Endkunden, und man kennt sie aus dem klassischen B2C-Geschäft. In der Regel läuft es so ab, dass der Entwickler einer Mobile Marketing App sie zum Download bereitstellt und der Endkunde sie auf seinem Smartphone installiert. Anschliessend füttern die werbenden Unternehmen die App mit Inhalten, beispielsweise aktuellen Angeboten, Sonderrabatten oder Veranstaltungen.
Für die Endkunden sind solche Applikationen aus mehreren Gründen praktisch: Etwa, weil man durch sie stets auf dem neuesten Stand über eine Vielzahl an Angeboten ist, aber auch, weil die Angebote vieler Firmen gebündelt werden und nicht mehr für jedes Unternehmen einzeln eine App heruntergeladen werden muss. Die werbenden Firmen wiederum profitieren davon, dass sie auf eine bestehende Lösung aufspringen können und sich den ganzen Aufwand für Programmierung, Gestaltung oder Updates einer eigenen Applikation sparen. Das ist insbesondere dann ein Plus, wenn man als Unternehmen nur sehr unregelmässig Neuigkeiten zu teilen hat und deswegen nicht in eigene App-Lösungen investieren möchte.
Auch App-Anbieter können ihre eigenen Apps und Dienstleistungen auf diesem Weg bekannt machen. Da solche Angebots-aggregierende Apps verschiedene Kundengruppen zusammenführen und somit teilweise auch neu erschliessen, kann man relativ leicht seine Reichweite vergrössern. Ausserdem profitieren alle teilnehmenden Unternehmen von den Vermarktungsaktivitäten der anderen – schliesslich werden so immer mehr Endkunden auf die Mobile Marketing App aufmerksam. Gerade für kleinere App-Entwickler kann dieser Weg deshalb sinnvoll sein, weil man Vermarktungskosten spart.

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