Vereine in die Wolke

Vereine in die Wolke

Artikel erschienen in IT Magazine 2012/11
Diesen schickten die Gründer vor Entwicklungsbeginn an 1000 Schweizer Vereine. Ziel war die Einschätzung des möglichen Markts. «Bei einem Rücklauf von unter fünf Prozent, hätten wir nicht mit der Entwicklung begonnen», meint Andreas Kling verantwortlich für Sales und Marketing. Die Quote lag allerdings bei 35 Prozent. Das hohe Interesse bestätigte sich dann auch durch den Umstand, dass während der Entwicklung ständig angeklopft wurde, ob die Lösung denn nun fertig sei.
Nach rund einem Jahr Entwicklung gingen die ersten Betatester 2010 ans Werk. Einem Verein gelang es sogar, sein ganzes Geschäft innerhalb eines Tages komplett auf Clubdesk umzustellen – inklusive Bau der eigenen Website. Webseitenbau ist nämlich ein weiteres Modul von Clubdesk. Mit Hilfe vorgefertigter Bauteile lässt sich eine Webseite schnell zusammenklicken. Der Vorteil: Sie greift im Hintergrund auf die Datenbank zu. So können geplante Events direkt aus dem Kalender übernommen werden. Praktisch ist auch, dass auf der Webseite angezeigte Kontaktdaten immer den in der Datenbank hinterlegten entsprechen. Das Update funktioniert automatisch.

Alles aus einer Hand

Der Versand von Massenmails funktioniert übrigens auch offline als Serienbrief. «Viele Menschen haben mit Serienbriefen in Word Probleme.» Die Lösung lag in reduziertem Funktionsumfang und vereinfachter Bedienbarkeit. Natürlich stellt sich die Frage, ob man all diese Module neu bauen musste. Nicht nur Google bietet schliesslich zahlreiche Gratisdienste an. Auch hier verweist das Team auf Feedback. Rolf Pfenninger: «Durch die Integration in Clubdesk können die Vereinsangelegenheiten mit nur einem Login bewirtschaftet werden. Alle Daten sind zentral an einem Ort abgelegt und von jedem Modul aus zugänglich.»
Dazu kommt noch der Sicherheitsgedanke. Sensible Daten über Finanzen und Junioren sollten nicht verstreut werden. Deshalb entschied man sich bei Reeweb auch für eine Datenhaltung in der Schweiz.
Schliesslich löst die Software noch ein weiteres Problem aus dem Vereinsalltag: den häufigen Funktionswechsel. Die Funktionäre rotieren im Laufe der Zeit häufig durch verschiedene Ämter. Anstatt also die Daten auf einen Stick zu packen und auf die Vollständigkeit der Programmsammlung des Nachfolgers zu hoffen, muss jetzt nur noch ein Passwort vergeben werden. Seit einem Jahr ist die Lösung käuflich erhältlich. Rund 1000 Vereine nutzen mittlerweile Clubdesk, 250 davon kostenpflichtig. Die Bandbreite ist gross: Neben diversen Sportvereinen sind auch Lesezirkel und Musikvereine vertreten. Zum Jahresende will Reeweb gezielt auch ausserhalb der Schweiz mit der Vermarktung beginnen.
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