Rauschendes Fest – strahlende Gewinner

Rauschendes Fest – strahlende Gewinner

26. November 2010 - Im Verkehrshaus Luzern wurden die Swiss ICT Awards 2010 vergeben. Die Gewinner: Namics, Netcetera, Linguistic Search Solutions, Marc Bernegger, Riet Cadonau sowie die Stiftung «Zugang für alle».
Artikel erschienen in IT Magazine 2010/12

Sonderpreis und People-Awards

Erstmalig in diesem Jahr wurde von der Jury beziehungsweise deren Vertreter Professor Markus Wyss von der Hochschule Luzern der Special Award vergeben. Die Jury zeichnete mit diesem Award 2010 die Stiftung «Zugang für alle» aus, die sich für die barrierefreie Technologienutzung einsetzt. Die Vertreter der Stiftung wünschten sich im Rahmen ihrer Dankesrede, dass das Thema Barrierefreiheit im Web und grundsätzlich in der ICT bereits zu Beginn in Projekte einfliesst und nicht wie so oft erst am Schluss – oder gar nicht.


Bevor schliesslich die beiden People-Awards verliehen wurden, referierte Maria Reinisch, VP Siemens IT Solutions and Services sowie Gehirnforscherin über nachhaltiges Marketing beziehungsweise über das Gehirn und darüber, wie dieses manipulierbar ist. Danach ging Jurymitglied Alexander Mazzara dazu über, die beiden letzten Awards zu verteilen – die People-Awards, mit welchen herausragende Persönlichkeiten der Branche gekürt werden sollen. Der Newcomer-Award People ging dabei an Marc Bernegger. Der 31-jährige schaffte sich in der Branche einen Namen mit seinem Portal Usgang.ch, welches er 1999 gründete und nach acht Jahren an Axel Springer verkaufte. Heute steht Bernegger hinter dem Web-Ticket-Portal Amiando, das bereits unzählige Awards einheimsen konnte und das in Deutschland schon 35 Mitarbeiter zählt. Ausserdem engagiert sich Marc Bernegger – obwohl noch kein Drittel Jahrhundert alt – bereits als Business Angel, um jungen Start-ups auf die Beine zu helfen.


Der letzte Preis – den Champion-Award People – konnte schliesslich an Riet Cadonau überreicht werden. Dieser habe als CEO bei Ascom wohl einen der schwierigsten Jobs gemacht, die es gibt, so Alexander Mazzara, und dies erfolgreich. Ascom hat den Turn-around geschafft und dürfte in diesem Jahr so erfolgreich sein wie nie zuvor. Mazzara bezeichnete Cadonau als «Mann der leisen Töne, aber mit klarer Strategie» und als «Leuchtturm für die IT-Branche». Der so geehrte Cadonau, sichtlich bewegt, bedankte sich für den Award in der angetönten Bescheidenheit mit den Worten: «Ich habe schlicht und einfach Freude.»




Es war ein gelungener Abschluss für einen gelungenen Abend, der Lust macht auf die Ausgabe 2011. Das Datum für ebendiese steht bereits fest: Der Swiss ICT Award 2011 wird am 18. Oktober 2011 im KKL Luzern vergeben.


Nebst der Verleihung des Swiss ICT Award stand das Verkehrshaus Luzern auch sonst im Zeichen der Informatik. Zum einen fanden die iDays 2010 statt, eine dreitägige Veranstaltung, die primär das Ziel hat, den Informatik-Nachwuchs zu fördern. Gut 20 Unternehmen, Organisationen und Bildungsinstitute präsentierten sich auf der Sonderschau, die ein wenig an eine Mini-Ausgabe der ehemaligen Orbit-iEX erinnerte. Unter anderem engagierten sich die Schweizerische Post, die UBS, die Schweizer Informatik Gesellschaft, Canon, Microsoft, IBM, Opacc, Ergon Informatik, die ETC, EWL Energie Wasser Luzern, Finnova, Zühlke Engineering und weitere mehr. Gezeigt wurden originelle Exponate, aussergewöhnliche Informatikanwendungen, Ausbildungsangebote und Karrieremöglichkeiten. Die Aussteller wollten dafür sorgen, dass Informatik für Jugendliche, aber auch erwachsene Besucher zu einem sichtbaren und spürbaren Erlebnis wird.


Zum anderen wurde auch die iFactory eröffnet, eine neue Ausstellung des Verkehrshauses Luzern, bei der Informatik im Mittelpunkt steht. Die iFactory soll einen spielerischen Zugang in die Welt der IT- und Kommunikationstechnologien ermöglichen und Informatik begreif- und erlebbar machen. Dies wurde von den Ausstellungsmachern kreativ angegangen. Die Besucher erhalten mit Hilfe ihres Eintrittstickets einen sogenannten iFriend – eine Kugel, mit der Resultate, Daten und Informationen von den verschiedenen Stationen der Ausstellung gesammelt werden können. Unter anderem finden sich vier Stationen zu den Themen Koordinieren, Programmieren, Suchen/Sortieren und Komplexität sowie 48 Anwendungsbeispiele mit Quiz. Die Daten werden auch auf einem Server gesammelt, so dass der Besucher später via Internet darauf zugreifen kann. Insgesamt nimmt die Ausstellung 330 Quadratmeter in Anspruch. Sie soll mindestens fünf Jahre präsent sein. Unterstützt beziehungsweise finanziert wird sie primär von der Hasler Stiftung sowie von verschiedenen Partnern wie Panasonic.


(mw)
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