Onlyoffice, Entwickler der gleichnamigen quelloffenen Cloud-Office-Lösung, bringt seine Dokumenteneditoren in Version 10.0 heraus. Die Hauptneuerung sind integrierte KI-Werkzeuge zum Erstellen und Zusammenfassen von Inhalten, für Übersetzungen und Formatierungen. Für häufig benötigte Aktionen stehen vorgefertigte Prompts bereit. Nutzer können zudem eigene KI-Aktionen definieren und häufig verwendete Prompts speichern. Die Editoren von
Onlyoffice erhalten dazu einen KI-Bereich mit integriertem Chat. Für die KI-Funktionalität sind in der Cloud via Onlyoffice Wallet unterschiedliche Modelle verfügbar. Im Fall von selbst gehostete Serverinstallationen können weitere Modelle angebunden oder lokal betriebene Modelle verwendet werden.
Die neue Version erweitert verschiedene Editoren um nützliche Funktionen. So erkennt der PDF-Editor Tabellen nun automatisch, ermöglicht anpassbare Anmerkungen und erlaubt, Metadaten aus Dateien zu entfernen. Der Tabelleneditor wurde leistungsmässig optimiert, zum Beispiel bei den Funktionen SUMIF und COUNTIFS. Neue werden Hinweise zur Formeleingabe angezeigt, und kopierte Zellenbereiche werden mit einer animierten Markierung versehen. Im Präsentationseditor finden sich zusätzliche Ansichtsmodi und erweiterte Druckeinstellungen, darüber hinaus können Präsentationen als GIF oder Video exportiert werden. Weitere Neuerungen sind Support von OFD-Dateien, Speichen von Tabellen im XLS-Format Umwandlung von SVG-Grafiken in Editierbare Formen. Des Weiteren wurden für Version 10.0 rund 35 Sicherheitslücken behoben. Und Entwickler können mithilfe von Docs Connect die Online-Editoren von Onlyoffice In eigene Anwendungen integrieren.
Ganz neu in Version 10 sind vier zusätzliche Apps: AI Agents unterstützen die Automatisierung von Arbeitsabläufen, erlauben den Aufbau einer personalisierten Wissensdatenbank und bieten Support für MCP-Server. Forms lässt sich zum Erstellen und Auswerten von Formularen einsetzen und kann dabei KI für die Analyse nutzen. Files fasst die Dateiverwaltung zentral zusammen und ermöglicht die Steuerung von Zugriffsrechten. Rooms schliesslich liegt der Zusammenarbeit in geschützten Arbeitsbereichen wie etwa virtuellen Datenräumen für vertrauliche Dokumente.
(ubi)