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Niederlande stoppen M356-Migration, prüfen Open-Source-Alternativen
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Niederlande stoppen M356-Migration, prüfen Open-Source-Alternativen

In den Niederlanden wurde das Rollout von Microsoft 365 in mehreren Behörden aprupt gestoppt – die Sorgen rund um Datenschutz und Souveränität waren zu gross. Nun prüft die Regierung den Umzug in eigene Rechenzentren und Open-Source-Alternativen.
7. Oktober 2026



Eigentlich sollten die niederländischen Steuer-, Zoll- und Sozialbehörden zeitnah auf Microsoft 365 migriert werden. Wie "Neowin" mit Bezug auf das niederländische Portal "Tweakers" berichtet, wurde die Migration nun aber gestoppt – mitten in der Umsetzung. Demnach sollen bereits 5000 Mitarbeitende migriert gewesen sein, als der Marschhalt verordnet wurde.

Hintergrund sind die Risiken, die mit dem Einsatz von Microsofts Cloud-Produkten einhergehen sollen. Dabei geht es etwa um die Speicherung sensibler Daten bei einem US-Anbieter, fehlende Verschlüsselung und "Aggregationsrisiken" bei Metadaten. Die Datensicherung lasse darüber hinaus zu wünschen übrig. So will man für E-Mail und Kalender vorläufig zwar weiter die Microsoft-Lösungen einsetzen, diese aber auf eigenen Servern betreiben. Dies ist in einem Schreiben von Staatssekretär Eelco Eerenberg ans Parlament zu lesen.


Mit Blick nach vorne soll sich aber auch das noch ändern. Offenbar sucht man in den Niederlanden bereits nach Open-Source-Alternativen für die Microsoft-Lösungen, namentlich für Datenspeicherung und Kollaboration, sprich Teams. Denn laut dem Staatssekretär habe man sich mittlerweile Rechenzentrumskapazitäten sichern können, die den On-Prem-Betrieb stemmen können. Wahrscheinlich verstreicht bis dahin aber noch etwas Zeit, 2027 und 2028 sollen die entsprechenden Lösungen nun evaluiert werden. (win)


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