KI-Vorreiter
OpenAI hat angekündigt, KI-generierte Texte in der Europäischen Union künftig mit einem unsichtbaren Wasserzeichen auszustatten, um die Herkunft des Texts offenzulegen. Wie der Konzern in einem Blog Post
mitteilt, erfolgt der Schritt als Antwort auf die Verordnung über Künstliche Intelligenz, die seit dem 1. August 2024 in Kraft ist. Darin wird vorgeschrieben, dass durch generative KI erzeugte Texte identifizierbar sein müssen.
Über die kommenden Wochen will OpenAI deshalb in der Europäischen Union entsprechenden Text-Output von ChatGPT oder Codex mit einem unsichtbaren Wasserzeichen ergänzen. Hierbei werden Texte durch ein unsichtbares statistisches Signal ergänzt, das auf der Wortwahl basiert. In einem
technischen Bericht erklärt OpenAI das Verfahren genauer. Der Konzern räumt aber auch Unsicherheiten ein. So soll einerseits die Fehlerquote bei der Wasserzeichenerkennung insbesondere bei kurzen Texten steigen, andererseits sinkt die Quote ebenfalls stark, wenn Texte bearbeitet werden.
Grundsätzlich geben Wasserzeichen in Texten lediglich einen Anhaltspunkt darüber, dass bei der Erstellung KI involviert war. Hingegen werden keine Informationen über den Grad der menschlichen Bearbeitung, die Autoren- oder Urheberschaft oder den Wahrheitsgehalt der Inhalte geliefert. Auch deutet ein fehlendes Wasserzeichen nicht auf menschliche Urheberschaft hin.
API-Kunden haben per sofort weltweit die Möglichkeit, bei ausgesuchten KI-Modellen der Erstellung von Text-Wasserzeichen zuzustimmen, standardmässig ist das Feature deaktiviert.
(rd)