OpenAI rechnet in den kommenden Jahren trotz stark steigender Umsätze mit einem erheblichen Kapitalbedarf. Wie die "
Financial Times" unter Berufung auf interne Unterlagen des KI-Unternehmens berichtet, erwartet
OpenAI zwischen 2026 und 2030 einen kumulierten negativen Cashflow von mindestens 278 Milliarden Dollar – und das trotz stark steigender Umsätze.
Den Unterlagen zufolge soll nämlich der Umsatz von 36 Milliarden Dollar im laufenden Jahr auf rund 350 Milliarden Dollar im Jahr 2030 steigen. Insgesamt erwartet OpenAI für den Zeitraum bis Ende 2030 Einnahmen von rund 840 Milliarden Dollar. Gleichzeitig sollen die Ausgaben für die KI-Infrastruktur über die fünf Jahre insgesamt 856 Milliarden Dollar erreichen.
Die Zahlen werfen auch ein neues Licht auf den verschobenen Börsengang. OpenAI hatte im Juni entsprechende Unterlagen eingereicht, den zunächst noch für 2026 erwarteten Börsengang zuletzt jedoch auf 2027 verschoben – offiziell mit Verweis auf Sicherheitsfragen rund um KI. Gleichzeitig befindet sich das Unternehmen laut "Financial Times" in Gesprächen über eine weitere Finanzierungsrunde, bei der eine Bewertung von rund 1,2 Billionen Dollar im Raum steht. Zusätzliches privates Kapital könnte OpenAI mehr Spielraum beim Zeitpunkt des Börsengangs und bei der Finanzierung des weiteren Infrastrukturausbaus verschaffen. Nach einer Finanzierungsrunde im vergangenen März wurde OpenAI mit 852 Milliarden Dollar bewertet. Die damals aufgenommenen Mittel wären gemäss den internen Planungen bis 2028 aufgebraucht.
(mw)