Sunrise hat über einen anstehenden Stellenabbau informiert. Wie das Unternehmen erklärt, prüfe man im Rahmen einer umfassenden Neuausrichtung seines Betriebsmodells den Abbau von bis zu 450 Vollzeitstellen. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 2900 Mitarbeitende auf Vollzeitbasis. Damit wären im Maximalfall rund 15,5 Prozent der Stellen betroffen.
Über den möglichen Stellenabbau soll im vierten Quartal 2026 ein Konsultationsverfahren mit der Arbeitnehmendenvertretung und der Gewerkschaft Syndicom durchgeführt werden. Mitarbeitende in Shops, Vertrieb und Kundendienst sollen vom Abbau weitgehend ausgenommen werden, Lernende vollständig.
Der geplante Umbau sei Teil eines mehrjährigen Transformationsprogramms, mit dem
Sunrise seine Kostenbasis reduzieren und Ressourcen stärker auf Kundenerlebnis, Netz sowie die Qualität der operativen Leistungen konzentrieren wolle. Neben dem möglichen Stellenabbau sollen in einer ersten Phase auch Zulieferverträge systematisch überprüft werden, schreibt das Telekomunternehmen. Mittelfristig erwartet Sunrise dadurch "erhebliche Kosteneinsparungen", ohne aber eine konkrete Summe zu nennen.
Weitere Details will das Unternehmen bekannt geben, sobald die Evaluation des Transformationsprogramms abgeschlossen ist. Bereits im Februar dieses Jahres kam es bei Sunrise zu
147 Entlassungen – darunter zahlreiche auf Führungsebene. Ursprünglich war damals der Abbau von 190 Stellen
geplant gewesen.
(mw)