Check Point Research verzeichnet für den August 2026 global gesehen im Durchschnitt 2422 Cyberangriffe pro Woche und Organisation. Dies entspreche einem Anstieg von 4 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In der Schweiz ist der Anstieg mit 36 Prozent noch grösser, hierzulande sind es mittlerweile 1515 Angreifer pro Woche und Unternehmen. Den stärksten prozentualen Anstieg gab es allerdings in Deutschland: hier legte die Zahl der Angriffe pro Woche und Organisation um 53 Prozent zu.
Weltweit war das Bildungswesen im August 2026 die am stärksten betroffene Branche, hier betrug der Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat 28 Prozent und die durchschnittliche Zahl der Angriffe pro Bildungsorganisation und Woche Lage bei 5354. An zweiter Stelle folgt der öffentliche Sektor (3067 Angriffe), dahinter der Bereich Hotellerie, Reisen und Freizeit (3056). Im Bereich am wenigsten Angriffe erfolgten in den Branchen Transport und Logistik, Grosshandel und Distribution sowie IT mit jeweils deutlich unter 1700 Attacken pro Woche und Unternehmen.
Ransomware-Angriffe haben sich demnach im Bereich zum August 2025 in der Anzahl gemäss öffentlicher Meldungen praktisch verdoppelt, mit der Branche Unternehmensdienstleistungen im klaren Fokus der Cyberkriminellen (Anteil 36 %), gefolgt von industrieller Produktion und Konsumgüter und Dienstleistungen. Interessanterweise verzeichneten die Branchen Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen und Medizin deutlich weniger Ransomware-Attacken. Noch geringer ist der Anteil bei Transport und Logistik und in der IT-Branche (4,1 %). Bezüglich Weltregion lag Nordamerika mit 49 Prozent der gemeldeten Vorfälle an der Spitze. Dahinter folgen Europa (27 %) und die Region APAC (16 %).
Zu den Ergebnissen für die Schweiz kommentiert Marco Pierro, Country Manager Schweiz bei
Check Point: "Ein über 30-prozentiger Anstieg der wöchentlichen Angriffe auf Schweizer Unternehmen ist bereits alarmierend, doch die gleichzeitig weltweite Verdopplung der Ransomware-Fälle ist zusätzlich beunruhigend. Vor allem letztere Entwicklung zeigt: Angreifer verschieben ihren Fokus zunehmend dorthin, wo Zugänge leicht zu bekommen sind, und nicht zwingend dorthin, wo am meisten zu holen ist. Dass hierzulande ausgerechnet der öffentliche Sektor und das Gesundheitswesen erneut unter den am stärksten betroffenen Branchen auftauchen, zeigt, wie wichtig es gerade für Organisationen mit besonders sensiblen Daten ist, nicht auf den nächsten Vorfall zu warten, sondern jetzt in vorausschauende, KI-gestützte Prävention zu investieren."
(ubi)