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Smart TVs von LG können den Haushalt ausspionieren
Quelle: Depositphotos

Smart TVs von LG können den Haushalt ausspionieren

Untersuchungen von Sicherheitsforschern und der Plattform Gamers Nexus zeigen, das Smart-TV-Geräte von LG das Heimnetzwerk scannen und sogar im Standby-Modus Audioaufnahmen der Umgebung erstellen.
8. September 2026



Wer einen Smart TV der Marke LG sein Eigen nennt, muss aufpassen: Laut einem Bericht von "Notebookcheck", der sich seinerseits auf einen Sicherheitstest von Level1Techs und anderen Security-Experten sowie ein 135-minütiges Video von Gamers Nexus beruft, scannen die TV-Geräte kontinuierlich das Heimnetzwerk und identifizieren dabei die verbundenen Geräte inklusive Smartphones und Smartwatches. Auch SSIDs und Signalstärken benachbarter Netzwerke geraten ins Visier der Spionagetätigkeit. Die Tests haben darüber hinaus ergeben, dass ein Smart TV von LG Audioaufzeichnungen tätigen kann, auch wenn der Bildschirm dunkel bleibt. Getestet wurde mit dem Handel erhältlichen OLED-TVs des Herstellers inklusive der letztes Jahr vorgestellten G5-Familie.


Die erfassten Daten werden, so der Bericht, an die Werbesparte von LG (LG Ad Solutions) weitergeleitet. LG gibt an, dass weltweit rund 216 Millionen Smart TVs der Marke in Betrieb sind. Gleichzeitig spricht LG Ad Solutions von 363 Millionen sekundär erkannten Geräten allein in den USA – also von Geräten, die durch die Überwachung der Netzwerke identifiziert wurden. Im Rahmen der Überwachungsaktivitäten werden auch digitale Fingerabdrücke der Video- und Audioinhalte erfasst, die über die Geräte abgespielt werden. Das Ganze nennt sich Automated Content Recognition (ACR) und ist seit längerem bekannt.
Neu ist die Erkenntnis, dass die betroffenen Smart TVs auch im Standby-Zustand Audio aus der Umgebung aufzeichnen können und dies dank lokaler Speicherung sogar dann tun, wenn sie nicht mit dem Netz verbunden sind. Die Sicherheitsforscher haben ausserdem Remote-Code-Execution-Schwachstellen im Betriebssystem der TV-Geräte (webOS) gefunden. In Anbetracht der Abhöraktivitäten und der Sicherheitslücken raten sie dazu, die Geräte selbst vom Internet zu trennen und stattdessen externe Streaming-Boxen zu nutzen. (ubi)


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