Mit Claude Fable 5.1 und Claude Mythos 5.1 stellt
Anthropic zwei Varianten desselben KI-Modells vor. Wie der Anbieter
mitteilt, ist Fable 5.1 allgemein verfügbar. Mythos 5.1 richtet sich hingegen an geprüfte Fachleute aus den Bereichen Cybersicherheit und Biowissenschaften und wird vorerst nur ausgewählten Organisationen in den USA über entsprechende Zugangsprogramme angeboten. Später soll der Zugang auf weitere Länder ausgeweitet werden.
Fable 5.1 soll insbesondere bei Programmieraufgaben, komplexe Recherche- und Textaufgaben und länger laufenden Aufträgen bessere Resultate liefern als Fable 5. In einem von Anthropic durchgeführten Test für wissenschaftliche Aufgaben erreichte das neue Modell 52,6 Prozent, während der Vorgänger auf 24,7 Prozent kam. In einem weiteren Test für Programmieraufgaben kam Fable 5.1 auf 55,8 Prozent und Fable 5 auf 42,0 Prozent.
Die Preise für Ein- und Ausgaben über die API bleiben mit 10 beziehungsweise 50 Dollar pro Million Token unverändert. Günstiger werden Cache-Lesezugriffe, bei denen das Modell bereits verarbeitete Eingaben wiederverwendet. Sie kosten neu 0,25 Dollar pro Million Token und damit 75 Prozent weniger als bei Fable 5. Anthropic rechnet dadurch bei typischen Arbeitslasten mit rund 25 Prozent tieferen Gesamtkosten. Bei stark agentenbasierten Anwendungen sollen es bis zu 45 Prozent sein.
Fable 5.1 steht ab sofort über die Claude API sowie über
Amazon Bedrock,
Google Cloud und
Microsoft Foundry bereit. Für Unternehmenskunden kündigt Anthropic zudem Enterprise Frontier Safeguards an. Ab Herbst sollen Daten dabei in einer vom Kunden kontrollierten Cloud-Infrastruktur gespeichert werden.
(dow)