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Budget-In-Ears mit integriertem Notizblock
Quelle: Nothing

Nothing Ear (3a) im Test

Budget-In-Ears mit integriertem Notizblock

Die Nothing Ear (3a) bieten für 89 Franken nicht nur überraschend guten Klang und aktive Geräuschunterdrückung, sondern auch KI-gestützte und praktische Aufnahme- und Transkriptionsfunktionen.
25. August 2026



89 Franken für stylische In-Ear-Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung und spannenden Extras sind eine Ansage – gemacht vom hippen Hersteller Nothing mit den Ear (3a), die seit einigen Wochen in den Farben Schwarz, Weiss, Pink und Gelb im Verkauf sind. Wir haben uns die Nothing Ear (3a) angeschaut beziehungsweise ins Ohr gesteckt. Dazu mussten wir sie aus ihrem oben transparenten Ladecase nehmen, das mit einer 3-LED-Statusanzeige sowie einem USB-C-Anschluss an der Rückseite ausgestattet ist. Das Case liefert eine Akkulaufzeit von bis zu 42 Stunden (ohne Active Noise Cancelling, ANC) respektive bis zu 25 Stunden bei aktivem ANC. Die Kopfhörer selbst versprechen eine Wiedergabezeit von bis zu 10 respektive 6 Stunden (mit ANC), bevor sie wieder ins Case müssen, wo sie magnetisch halten.

Ebenfalls vor der Inbetriebnahme ist man zum Download der Nothing X App angehalten. Über die App können die In-Ears gesteuert und personalisiert werden – etwa durch EQ-Anpassungen oder Audioprofile. Beispielsweise der Equalizer ist dabei spannend gemacht – es gibt einen einfachen Modus für Einstellungen wie "Balance", "Mehr Bass", "Mehr Höhen" und "Stimme" sowie einen Fortgeschrittenen-Modus für detaillierte Einstellungen, wobei man sich von Experten abgestimmte EQ-Profile importieren kann. Am Ende des Tages hat uns der "Balance"-Modus von Nothing für Musik aber am besten gepasst – mit einer durchaus soliden Soundqualität und ordentlich satten Bässen.


Ebenfalls in der App kann man die Geräuschunterdrückung respektive den Transparenzmodus einstellen, wobei deren Leistung – das muss man festhalten – schon nicht ganz an die teureren In-Ears wie Apples AirPods Pro heranreicht. Trotzdem filtert aktiviertes ANC, dessen Intensität eingestellt werden kann, die wesentlichen Alltagsgeräusche heraus und eignet sich durchaus für ungestörten Musikgenuss. Etwas nervig ist, dass bei jedem Umschalten auf ANC, Transparenz oder Aus ein ziemlich lauter Soundeffekt ertönt – ein Seufzen etwa bei Transparenz oder eine Art Poppen bei ANC. Weitere Optionen in der App betreffen etwa räumliches Audio, einen Modus mit niedriger Latenz oder die Option einer Doppelverbindung für mehr als ein Endgerät. Ebenfalls findet sich ein Passformtest, der prüft, ob die Ohrhörer gut abdichten. Falls nicht, liefert Nothing drei zusätzliche Grössen an Ohrstöpseln mit. Apropos gut abdichten – was uns sehr gut gefällt an den Nothing Ear (3a), ist die Passform. Die In-Ears halten ganz hervorragend im Ohr, auch bei Bewegung etwa beim Joggen.
Eingangs haben wir spannende Extras erwähnt – und die spannendsten heissen Audio Snapshot respektive Call Recording. Die In-Ears verfügen dazu über einen integrierten 32-MB-Speicher, um darauf Audioaufnahmen festzuhalten. Diese Inhalte können danach auch transkribiert werden, wobei Nothing eine Pro-Transkription anbietet, mit der man 120 Minuten pro Monat transkribieren kann. Dazu muss man anfügen, dass die Pro-Transkription vorerst drei Monate kostenlos ist und Nothing noch nicht verrät (bzw. entschieden hat), was (bzw. ob überhaupt) das Feature danach kostet. Um Audio Snapshot zu starten, muss man lediglich die (konfigurierbaren) Steuerelemente an den beiden Verlängerungen des In-Ears zu drücken, und schon wird aufgezeichnet, was man gerade hört. Wie lange das Aufnahmefenster ist, kann man via App festlegen (maximal 60 Sekunden oder die letzten 30 Sekunden, wenn man aufnehmen will, was man eben gehört hat). Wir haben das Ganze mit einem auf Schweizerdeutsch geführten Interview, das wir als Audiodatei auf unserem Telefon hatten, getestet und müssen festhalten: Die Pro-Transkription liefert beeindruckende Resultate und gibt selbst schweizerdeutsch geführte Gespräche nahezu fehlerfrei in Hochdeutsch wieder. Welche KI-Modelle zum Einsatz kommen, wollte uns Nothing allerdings nicht verraten.


Mit Call Recording kann man auch Meetings und Telefongespräche aufnehmen, wobei hier Aufnahmen von bis zu zwei Stunden am Stück möglich sind. Für Call Recording muss man ebenfalls beide Stummel der In-Ears drücken, wobei es uns mehrmals passiert ist, dass wir – anstatt eine Aufnahme zu starten – den Call beendet haben, was recht unangenehm und damit suboptimal ist. Schafft man es, die Aufnahme zu starten, informiert eine Stimme das Gegenüber, dass der Anruf aufgezeichnet wird. Das Resultat ist auch hier durchaus beeindruckend – einerseits die Abschrift des schweizerdeutsch geführten Gesprächs, andererseits aber auch die KI-generierte Zusammenfassung, die präzise auf den Punkt bringt, worüber gesprochen wurde. Aufnahme (WAV-Datei) und Transkript lassen sich danach übrigens auch teilen.

Quicktest

Für 89 Franken sind die Nothing Ear (3a) ein überzeugendes Gesamtpaket. Sie heben sich allein schon durch ihr stylisches Design von vielen Mitbewerbern in diesem Preissegment ab und wissen auch bei der Soundqualität zu überzeugen. Beim Thema Geräuschunterdrückung können die In-Ears sicher nicht mit den (deutlich teureren) Platzhirschen mithalten, trotzdem werden nervige Umgebungsgeräusche zuverlässig abgeschwächt. Und die Aufzeichnungsfunktion inklusive Transkription ist richtig gut und sinnvoll – auch wenn man noch nicht weiss, was die Pro-Transkription nach Ablauf der Gratisphase kosten wird.


Info: Nothing, www.nothing.tech
Wertung: 5,5 von 6 möglichen Sternen


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