cnt
EU führt Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte und -Dienste ein
Quelle: EU

EU führt Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte und -Dienste ein

KI-generierte Inhalte oder Dienste wie KI-Chatbots müssen laut EU-Recht neu klar gekennzeichnet werden. Bei Zuwiderhandlungen drohen hohe Bussgelder.
5. August 2026



Die Europäische Union hat neue Regeln für die Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten eingeführt. Seit dem 2. August sollen diese klar und transparent als mit oder von KI erstellt markiert werden. Man wolle das Risiko von Fehlinformation, Manipulation, Betrug, Irreführung und Identitätsdiebstahl durch KI-Inhalte damit möglichst unterbinden. Die neuen Bestimmungen sind Teil des 2024 eingeführten AI Acts der EU.

Inhalte die mithilfe von KI erstellt wurden, müssen fortan ein sichtbares Label sowie eine maschinenlesbare Markierung tragen. Ein entsprechendes Icon-Set wurde eigens hierfür herausgegeben (Bild).


Betroffen sind dabei aber nicht nur Inhalte, sondern auch Dienste. Neben Bildern, Audio und Video fallen also etwa auch Dienste unter die neue Kennzeichnungspflicht, die mit KI-unterstützer Biometrik-Erkennung arbeiten. Darunter fallen zudem auch KI-Chatbots und -Avatare, die als solche erkennbar sein müssen. Bei Texten ist die Regelung derweil etwas spezifischer: Die Markierung muss hier nur angebracht werden, wenn über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse informiert wird und der Text keiner redaktionellen Kontrolle unterzogen wurde.

Wenn sich die Anbieter nicht an die Kennzeichnungspflichten halten, kann es happige Bussen geben. Die Rede ist von bis zu 15 Millionen Euro oder 3 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes eines Unternehmens. EU-Institutionen, die sich nicht an die Pflicht halten, können mit bis zu 750 Millionen Euro sanktioniert werden. (win)


Weitere Artikel zum Thema

Logitech bringt wechselbare Akkus nur in der EU

29. Juli 2026 - Die EU zwingt Hersteller von Kleingeräten, diese mit einem auswechselbaren Akku auszustatten. Logitech ist überzeugt, dass die Regelung nicht zielführend ist und will daher künftig zwei verschiedene Versionen seiner Geräte vertreiben.

EU-Kommission büsst Google mit 890 Millionen Euro

24. Juli 2026 - Die EU-Kommission verhängt gegen Google Bussen von insgesamt 890 Millionen Euro. Der Konzern soll eigene Dienste in der Suche bevorzugt und App-Entwickler im Play Store bei Hinweisen auf alternative Kaufmöglichkeiten eingeschränkt haben.

Batterien in Smartwatches von Austauschpflicht ausgenommen

16. Juli 2026 - Verbraucher müssen in der EU nicht in der Lage sein, Batterien bei Smartwatches oder Fitnesstrackern selbst zu ersetzen. Die EU Kommission hat die zugrundeliegenden Leitlinien entsprechend angepasst.


Artikel kommentieren
Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.

Anti-Spam-Frage: Vor wem mussten die sieben Geisslein aufpassen?
GOLD SPONSOREN
SPONSOREN & PARTNER