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Microsofts KI-Chef: KI doch kein Jobkiller
Quelle: Wikimedia Commons/Christopher Wilson, Lizenz CC BY-SA 4.0

Microsofts KI-Chef: KI doch kein Jobkiller

Der CEO von Microsoft AI, Mustafa Suleyman, präzisiert eine offenbar missverstandene Aussage aus einem Interview vom Februar 2026. Durch KI würden keine Jobs überflüssig, es würden nur Aufgaben automatisiert.
10. Juni 2026

     

Mustafa Suleyman (Bild), CEO, Microsoft AI, sagte in einem Interview mit der "Financial Times" (Link zu Video) vergangenen Februar, dass KI binnen anderthalb Jahren viele White-Collar-Jobs weitgehend automatisieren werde. Damit, so die bisherige Interpretation, würden diese im Wesentlichen überflüssig: "Büroarbeit, bei der man am Computer sitzt – sei es als Anwalt, Buchhalter, Projektmanager oder Marketingmitarbeiter –, die meisten dieser Aufgaben werden in den nächsten 12 bis 18 Monaten grösstenteils durch eine KI vollautomatisiert."


Jetzt krebst der KI-Chef gewissermassen zurück – wieder in einem längeren Interview, diesmal mit "Techcrunch", das sich ansonsten primär und das Verhältnis zwischen Microsoft, OpenAI und Anthropic sowie Microsofts Vision einer "Superintelligence" und die Rolle von Suleyman bei diesem Vorhaben dreht. Er präzisiert er diese Aussage nun und betont, er habe Aufgaben und nicht Berufe gemeint: "Nein, nein, nein. Moment mal. Ich habe in dem Zitat von 'Aufgaben' gesprochen. Ich habe 'Aufgaben' gesagt. Das bedeutet also nicht 'Jobs'. Das ist ein sehr wichtiger Unterschied. In der Arbeitsökonomie gibt es eine ganze Taxonomie von Unterkomponenten einer Rolle oder Funktion in einer Organisation. Ein E-Mail verschicken, ein Gespräch mit einem Kollegen führen, eine PowerPoint-Präsentation erstellen – Teilaufgaben werden zunehmend digitalisiert und automatisiert, und wir können im Grunde immer mehr davon generieren."
Dies bedeute nicht notwendigerweise, dass die Rolle solcher Mitarbeitenden überflüssig werde, es heisse bloss, dass die Arbeit schneller und effizienter erledigt werden könne. Und zwar Arbeit, "die ziemlich routinemässig, ziemlich manuell, ziemlich arbeitsintensiv und zeitaufwendig ist." Suleyman findet ferner, dass man durch KI und KI-Agenten die Freiheit erhält, sich mehr um die menschlichen Aspekte der Arbeit und um diejenigen zu kümmern, die eher wertend sind. "Man kann sich zwar darüber streiten, ob es sich um ein paar Jahre, ein Jahrzehnt oder 20 Jahre handelt, aber Tatsache ist, dass wir immer mehr dieser Arbeit, Aufgaben, Berufe, Funktionen, Tätigkeiten und alles, was wir tun, automatisieren werden." (ubi)


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