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WWDC: Viel AI und Privacy, keine neue Hardware
Quelle: Apple

WWDC: Viel AI und Privacy, keine neue Hardware

Im Mittelpunkt der Vorstellung der kommenden 27er-Betriebssystemversionen von Apple an der WWDC26 standen die nächste Generation von Apple Intelligence inklusive komplett neuem Siri sowie die Privatsphäre, die Apple weiterhin auf hohem Niveau gewährleisten will.
9. Juni 2026

     

An der Keynote zur Worldwide Developers Conference 2026 hat Apple wie gewohnt die kommenden Versionen seiner Betriebssysteme präsentiert. Im Zentrum stand dabei die nächste Generation von Apple Intelligence, unterstützt durch die hauseigenen Foundation Models, zum guten Teil auf den Geräten selbst betrieben, und Googles Gemini-Modelle, die zugunsten der Privatsphäre der Nutzer in einer Private Cloud laufen – die referierenden Apple-Manager sprachen jeweils von "Private Cloud Compute". Als wichtige Verbesserung sollen die 27er-Releases zudem reaktionsschneller werden: Apps auf iPhone und iPad sollen bis zu 30 Hauptzeit schneller starten, Fotos nach der Aufnahme bis zu 70 Prozent schneller in der Fotobibliothek erscheinen, Übertragungen via Airdrop sich um bis zu 80 Prozent beschleunigen. Vergleichbares gilt für den Wechsel zwischen Mobilfunk und WLAN sowie die Übertragung von Dateien zwischen externen Laufwerken und einem iPad, die mit der neuen Generation so schnell ablaufen soll wie im Finder auf dem Mac. Neue Hardware, wie etwa ein Mac Studio oder ein Mac Mini mit M5-Chips, wurde an der Keynote entgegen gewisser Erwartungen nicht angekündigt.


Bei der Vorstellung der nächsten Generation von Apples KI-Angebot wurde einerseits immer wieder auf den Schutz der Privatsphäre hingewiesen. Auf der anderen Seite betonten die Referenten die tiefe Integration von KI in die kommenden 27er-Betriebssysteme von iPhone, iPad, Mac, Apple Watch und Apple Vision Pro. Ein Beispiel ist Siri AI, die lang erwartete neue Version des Sprachassistenten Siri, die neu erstens in die Suchfunktion Spotlight integriert ist und zweitens auf persönlichen Kontext zurückgreifen und Aufgaben App-übergreifend erledigen kann. Damit lassen sich Nachrichten, E-Mails, Fotos und andere Inhalte auf dem Gerät durchsuchen und mit Ergebnissen aus dem Internet kombinieren – das Ergebnis sind, so Apple, wirklich hilfreiche Antworten. Weiter steht Visual Intelligence systemweit zur Verfügung: Inhalte wie etwa Bilder oder Bildausschnitte können auf dem Bildschirm markiert werden, und Apple Intelligence liefert passende Informationen dazu. Neben der direkten Integration von Siri in die Systemfunktionalität gibt es neu auch eine Siri App, vergleichbar mit den gängigen KI-Chatbots. Die App erlaubt es, frühere Konversation wieder aufzurufen und damit weiterzufahren oder neue Konversationen zu starten. Das Ganze wird über iCloud synchronisiert und steht auf allen Geräten des Nutzers zur Verfügung.
Apple Intelligence reichert zudem verschiedene der mit dem System mitgelieferten Apps deutlich an. Als Beispiel diente die Fotos-App von iOS 27, die neu mit einem Reframe-Tool aufwartet: Damit lässt sich die Komposition eines Fotos auch nach der Aufnahme noch ändern und die Perspektive anpassen, sodass die Darstellung der eigentlichen Intention des Fotografen entspricht. Eine weitere Verbesserung betrifft den Image Playground, mit dem sich neu auf Basis von Gemini Bilder in unterschiedlichen Stilarten generieren lassen, von fotorealistisch bis Comic oder Knetmasse. Doch nicht nur Apples eigene Apps profitieren von der verbesserten Apple Intelligence, auch Entwickler von Third Party Apps können wir über eine neue API auf die KI-Funktionalität zurückgreifen.

Gleich zu Beginn der Keynote wurden neue Funktionen zur Kindersicherung vorgestellt. Eltern können auf den Geräten ihrer Kinder einen Kinder-Account anlegen, womit altersgerechte Schutzfunktion im gesamten System aktiviert werden. Dabei lässt sich genau auswählen, welche Apps erlaubt sind und welche nicht. Eltern können zudem festlegen, dass jeder neue Kontakt genehmigt werden muss und das explizite oder gewalttätige Inhalte unterbunden werden. Vergleichbares lässt sich für die tägliche Nutzungszeit definieren – und man kann festlegen, auf welche Apps die Kinder zu welcher Tageszeit zugreifen können.


Gute Nachrichten gibt es für Nutzer älterer Geräte: Die 27er-Versionen laufen auf allen Geräten, auf denen die 26er-Generation läuft. Anders als früher vermutet funktioniert zum Beispiel iOS 27 auch auf dem iPhone 11. Und zum Schluss noch ein weiteres Detail: MacOS 27 erhält den Beinamen "Golden Gate". (ubi)


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